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Bauarbeiten bringen Vogeljunge in Gefahr

Wolfsburg Bauarbeiten bringen Vogeljunge in Gefahr

Wolfsburg. Entsetzt reagierten Anwohner im Halbehof am Mittwoch auf Folgen der Arbeiten im Goethepark: Die Bürger fürchten um das Wohl der Vögel in den ehemaligen Mietergärten. Zum Glück griffen die Anwohner rechtzeitig ein.

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Baggerarbeiten im Goethepark: Weil dabei junge Vögel in Gefahr gerieten, sind Anwohner sauer.

Quelle: Andrea Müller-Kudelka

Hintergrund: Früher wurden Teile der Grundstücke, die an das neue Wohnungsbauprojekt der Neuland im Goethepark grenzen, als Privatgärten an Anwohner verpachtet. Rosenstöcke, Zäune und Gartenmöbel zeugen noch davon. Allerdings: Vor zwei Jahren wurden den Hobbygärtnern die Verträge gekündigt - die Planungen für die Umgestaltung begannen.

Im Februar dieses Jahres starteten schließlich die Arbeiten. Viele Büsche und Bäume verschwanden. Aber: „Wir haben uns gewundert, als plötzlich Schluss war“, erinnert sich eine Mieterin. Denn etliche Pflanzen blieben stehen. Am Montag rückten dann wieder Bagger und Raupen an. Ein Nistkasten sei dabei von den Arbeitern „einfach abgemäht“ worden, klagen die Nachbarn. Ein Junges lag darin. Glück im Unglück: Das Vogelkind konnte gerettet werden, der Kasten wurde von Anwohnern mit Draht an einem Baumstamm befestigt. Die Meisen füttern weiter - lautstark schimpfend, wenn wieder jemand dem Kasten zu nahe kommt.

Sauer sind auch ihre menschlichen Nachbarn. „Warum sind die Arbeiten nicht vor der Brut und Setzzeit beendet worden?“, fragen sie.

Stefanie Geisler, Sprecherin der Neuland, versichert, die Rodungsarbeiten seien wie vorgeschrieben abgeschlossen worden. „Jetzt wurde lediglich Grünschnitt abgeholt“, erklärt sie. Allerdings: Gleichzeitig beauftragte die Neuland einen Dienstleister, alte Zäune zu entfernen - dort war der Nistkasten befestigt. „Wir sind sehr froh, dass die Anwohner umsichtig reagiert haben. Wir werden unseren Dienstleister entsprechend informieren und darauf hinweisen, in Zukunft auf genau solche Dinge verstärkt zu achten“, so die Sprecherin. Auch die Untere Naturschutzbehörde der Stadt hatte sich nach Informationen einer Anwohnerin bereits mit der Neuland in Kontakt gesetzt.

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