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Bankräuber-Prozess: Neuneinhalb Jahre Haft

Wolfsburg/Berlin Bankräuber-Prozess: Neuneinhalb Jahre Haft

Neuneinhalb Jahre Gefängnis für Thomas D.: Das Kriminalgericht in Berlin-Moabit verurteilte den 30-jährigen Wolfsburger gestern wegen räuberischer Erpressung und erpresserischen Menschenraubs. Er hatte drei Banken in Wolfsburg und Berlin überfallen und dabei eine Geisel genommen.

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Der Angeklagte Thomas D. im Kriminalgericht Berlin-Moabit: Er muss für lange Zeit ins Gefängnis.

Die Staatsanwältin betonte in ihrem Plädoyer, dass Thomas D. „extrem planvoll und abgebrüht“ vorgegangen sei. Elf Jahre Haft forderte deshalb die Anklägerin. Die Richterin Afra König wertete die Aussage von Thomas D. als sehr positiv: „Geständnis, Reue und die persönliche Entschuldigung bei den Bankangestellten sind sehr wertvoll.“ Urteil: neuneinhalb Jahre Gefängnis.

Thomas D. hatte 2011 die Volksbank (Porschestraße) und 2012 die Sparkasse (Schachtweg) überfallen. Beute: 37.000 Euro. Die letzte Tat von D. dann am 21. Dezember: Überfall auf eine Filiale der Deutschen Bank in Berlin-Zehlendorf. Den Bankangestellten Klaus H. (40) nahm D. damals als Geisel und forderte erst 500.000, dann eine Million Euro. 300 Polizisten – darunter viele SEK-Beamte – beendeten die Geiselnahme unblutig. D. war mit einer Spielzeugpistole und einer Bombenattrappe (bestehend aus drei Kilo Mehl) bewaffnet. Die 40-jährige Geisel Klaus H. erklärte vor dem Urteil in der Verhandlung: „Ich möchte es vergessen, da hilft im Nachhinein sehr zu wissen, dass es keinen echten Sprengsatz gab.“

anv

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