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Stadt Wolfsburg Bähnle-Test: Die WAZ fuhr schon mal mit
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Bähnle-Test: Die WAZ fuhr schon mal mit
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23:55 22.08.2014
Mit dem-Bähnle unterwegs: Gerald Gretzke fährt das Kult-Fahrzeug, Susanne Bienert (kl. Bild) erzählt Interessantes zur Stadtgeschichte. Quelle: Fotos: Hensel
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Über die Berliner Brücke ging es von der Autostadt aus zum Bahnhof, dann weiter über Lessingstraße und Kleiststraße, Lönsstraße, Schillerstraße, Steimker Berg - eine geschichts-trächtige Route für das Kultfahrzeug, das von 1958 bis 1976 unterwegs war. Und überall sorgte das Bähnle für Aufsehen. Ältere Leute lächelten bei dem Anblick, Jüngere zückten das Handy und fotografierten. Bernard Jongerius machte in der Lönsstraße schnell ein Bild. „In den 70ern bin ich mit dem Bähnle gefahren“, so der 52-Jährige. Freitag sah er es nach langer Zeit wieder.

Über 700 WAZ-Leser meldeten sich bei der Verlosaktion, weil sie diese besondere Stadtrundfahrt miterleben wollen, knapp 100 sind heute bei zwei Touren dabei. Auf der Rundfahrt berichtet Susanne Bienert, die sonst Gäste in der Autostadt herumführt, Wissenswertes aus der Stadtgeschichte. Zum Beispiel, dass das Wohnheim für ledige Männer in der Kleiststraße im Volksmund „Bullenkloster“ hieß und das Parkhotel am Steimker Berg das erste Wolfsburger Hotel ist.

Das Käfer-Bähnle misst 14 Meter, hat einen Vier-Zylinder-Boxer-Motor mit 34 PS und kann 50 km/h fahren. Die Autostadt ließ das Kultfahrzeug innerhalb von zehn Monaten liebevoll restaurieren. Es sieht aus wie früher, sogar das alte Schild gibt es noch, das Fahrgästen verbietet, Arme und Gegenstände aus den Fenstern hängen zu lassen.

Mit dem Luxus moderner Fahrzeuge kann das Bähnle freilich nicht mithalten: Der Käfer-Motor ist laut, die 48 Sitze nicht gefedert. Trotzdem ist die Tour wunderschön. Das findet auch Fahrer Gerald Gretzke. „Es ist ein sehr nostalgisches Fahrgefühl“, sagt der Kfz-Mechaniker vom Zeithaus der Autostadt. Und das Fahren ist anstrengend: Denn das Bähnle hat keine Servolenkung.

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