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Badeland-Grabscher (45) zu Haftstrafe verurteilt

Landgericht Badeland-Grabscher (45) zu Haftstrafe verurteilt

2013 hat er ein Kind sexuell belästigt, 2016 soll es wieder passiert sein – dieses Mal im Wolfsburger Badeland. Dafür wurde ein 45 Jahre alter Mann aus Uelzen zu anderthalb Jahren Haft verurteilt.

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Ins Gefängnis: Der Mann (l.), der im Badeland ein Kind sexuell belästigt hatte, wurde zu anderthalb Jahren Haft verurteilt.

Quelle: Kevin Nobs (Archiv)

Wolfsburg. Der Badeland-Grabscher muss ins Gefängnis! Der 45 Jahre alte Uelzener, der in der Wolfsburger Einrichtung 2016 einem damals elf Jahre alten Mädchen unter Wasser in den Schritt gefasst haben soll, wurde am Freitag vom Landgericht Braunschweig zur einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten wegen schweren sexuellen Missbrauchs verurteilt. Und es könnte sogar noch härter für den vorbestraften Mann kommen.

Das Wolfsburger Spaßbad

Das Wolfsburger Spaßbad: Die Straftat hat sich im Badeland ereignet.

Quelle: Britta Schulze (Archiv)

Die Tat an sich war unbestritten. Die damals elfjährige Braunschweigerin und der Täter standen im Strömungskanal im Badeland mit dem Rücken zueinander, als er ihr aus dieser Position mit zwei Fingern in den Intimbereich fasste. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Kind den Mann nur von hinten gesehen, will ihn später aber identifiziert haben. Der Angeklagte, ein Familienvater aus Uelzen, hatte den Vorwurf beim Prozessauftakt von sich gewiesen.

Der 45-Jährige war wegen eines ganz ähnlichen Vorfalls im Jahr 2013 in einer anderen Badeanstalt vorbestraft, er stand zum Tatzeitpunkt noch unter Bewährung (WAZ berichtete). Am Freitag tagte das Landgericht nicht öffentlich – und kam zur Überzeugung. dass der Industriekaufmann auch in dem aktuellen Fall schuldig ist.

Wegen schweren sexuellen Missbrauchs verurteilte das Landgericht den Mann zu einem Jahr und sechs Monaten Haft – dieses Mal ohne Bewährungsstrafe. Die Verteidigung hatte Freispruch gefordert. Es könnte noch härter kommen. Möglich ist, dass der Uelzener mit der Tat gegen seine Bewährungsauflagen von 2013 verstoßen hat. „Das muss das Gericht jetzt prüfen“, sagte am Freitag eine Sprecherin der Landgerichts auf Nachfrage der WAZ. Dann könnte es sein, dass der 45-jährige zusätzlich zu den anderthalb Jahren der aktuellen Strafe auch noch die zwei Jahre von 2013 absitzen muss, die damals zur Bewährung ausgesetzt worden waren.

Dem Opfer aus dem Badeland geht es übrigens zum Glück gut. Das wurde in der Videovernehmung der heute Zwölfjährigen deutlich.

Von Kevin Nobs

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