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Badeland: 45-Jähriger soll Kind (11) sexuell belästigt haben

Wolfsburg Badeland: 45-Jähriger soll Kind (11) sexuell belästigt haben

Ein zweifacher Familienvater (45) aus Uelzen, der in einem ähnlichen Fall schon einmal verurteilt worden war, soll im Wolfsburger Badeland ein Mädchen (11) aus Braunschweig zwischen den Beinen angefasst haben. Er streitet alles ab.

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Auf der Anklagebank: Einem 45-jährigen Mann (l.) wird vorgeworfen, im Badeland in Wolfsburg ein Kind unsittlich berührt zu haben.
 

Quelle: Kevin Nobs

Wolfsburg.  Die Tat selbst zieht niemand in Zweifel. Im Badeland hat ein Mann einem Mädchen (12) in den Intimbereich gefasst. Angeklagt ist ein 45-Jähriger aus Uelzen. Ob dem Mann, der wegen schweren sexuellen Missbrauchs an einem Kind vorbestraft ist, die Tat nachgewiesen werden kann, ist fraglich. Denn die junge Braunschweigerin hat den Täter nur von hinten gesehen. Seit Dienstag verhandelt das Landgericht Braunschweig den Fall.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, der damals Elfjährigen im Strömungskanal des Badelandes am Nachmittag des 20. September 2016 mit zwei Fingern zwischen die Beine gefasst zu haben. Sie habe sich gewehrt, er habe aber erst von ihr abgelassen, als sie zur Seite weggestolpert sei.

Der Industriekaufmann ist verheiratet und Vater zweier Söhne. Im Gericht sitzt er in kariertem Hemd und Jeans. Seine Sicht schildert er minutiös und wohlformuliert. Allerdings weist der vorbestrafte Sexualstraftäter in diesem Fall jede Schuld von sich.

Mit seinen beiden Söhnen (damals 9 und 11) sowie einem Freund (12) der beiden war der heute 45-Jährige aus Uelzen ins Badeland gefahren. Seine Frau musste arbeiten. „Wir hatten Spaß zusammen, es war ein ganz normaler Badetag“, sagt der Familienvater. Das ging einige Stunden gut. „Dann kam ein Polizist und hat mich mit den Vorwürfen konfrontiert, die ich nicht nachvollziehen kann.“ Dem Beamten warf er gestern vor, „dass er jede Ermittlung eingestellt hat, als er von meiner Vorstrafe erfuhr“. Ende 2013 war der Uelzener zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er in einer anderen Badeanstalt ein Mädchen (9) missbraucht hatte. Diese Tat erklärte er am Dienstag mit erheblichem beruflichen und privaten Stress. Er sei in Therapie. Die Verhandlung wird am 23. Oktober mit Zeugenvernehmungen fortgesetzt.

Von Kevin Nobs

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