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Bad im St.-Elisabeth-Heim: Das Aus kam nach 24 Jahren!

Wolfsburg Bad im St.-Elisabeth-Heim: Das Aus kam nach 24 Jahren!

Als Antje Raschka, die Pächterin des Bewegungsbades im St.-Elisabeth-Heim, Freitagnacht den Schlüssel im Schloss herumdrehte, war dies der bitterste Feierabend in ihrem Berufsleben.

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Trauriges Weihnachtsfest: Bewegungsbad-Pächterin Antje Raschka (kl. Foto) schloss am Freitag für immer die Tür. Patienten wie Corda Marwede (re.) sind erschüttert.

Quelle: Photowerk (rpf)

Die Physiotherapeutin beendete den Betrieb, die Diakonie hatte den Pachtvertrag nicht verlängert. Hunderte Patienten stehen vor dem Nichts - viele vergossen bittere Tränen.

Die Diakonie hatte das St.-Elisabeth-Heim im Mai von der Caritas übernommen. Damals wurde bereits angekündigt, dass man das Haus A innerhalb von zwei Jahren abreißen wolle und ein Neubau entstehen soll. Doch für Raschka und ihre sieben Mitarbeiterinnen war am Freitag, ein Jahr früher als man geplant habe, Schluss. Der Grund: Unter anderem fehle eine Brandschutztür, der Einbau der Tür sei nicht rentabel.

Für die Physiotherapeutin ging nach 24 Jahren die Zeit im Bewegungsbad mit einem großen Kloß im Hals zu Ende: „Bitter ist gar kein Ausdruck!“, betonte Raschka. Sie habe gehofft, dass die Diakonie von sich aus nochmals das Gespräch suche, doch letztlich habe sie selbst die Schlüsselübergabe für Montag anberaumen müssen. „Dennoch gehe ich mit einem weinenden und einem lachenden Auge.“ Antje Raschka baute ihr Haus in Osloß aus und eröffnet dort am 6. Januar ihre Praxis - allerdings ohne Bewegungsbad. Auch ihre sieben Mitarbeiterinnen haben sich inzwischen andere Jobs gesucht. „Das wird für uns alle ein Neubeginn“, so Raschka.

Die Stammpatienten des Bewegungsbades reagierten enttäuscht. „Ich finde es unmöglich, dass das Bad ein Jahr vor Abriss des Hauses geschlossen wird“, sagte Johanna Boek, die mehr als zehn Jahre das Bad nutzte. Auch Corda Marwede ist sauer. Die Wolfsburgerin ist Heilpraktikerin. Sie kam nicht nur als Patientin, sondern kooperierte mit Raschka: „Das war eine positive Zusammenarbeit.“

rpf

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