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Backpfeife für den Briefträger

Gericht Backpfeife für den Briefträger

Postboten leben gefährlich. Ein Wolfsburger Briefzusteller handelte sich im Januar eine Backpfeife ein, weil er an einer Haustür geklingelt hatte – zu früh am Morgen, wie die Mieter meinten. Gestern wurde der Angreifer vom Amtsgericht zu 1200 Euro Geldstrafe verurteilt.

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Postboten leben bisweilen gefährlich: Ein Wolfsburger Briefträger handelte sich eine Backpfeife ein.

Am 28. Januar hatte der Postbote kurz nach 7 Uhr am Hansaplatz bei einer Mieterin geklingelt, um ins Haus zu kommen – „der klingelt fast täglich bei mir“, so die 32-Jährige. Gemeinsam mit ihrem Freund (31) sei sie runter gegangen, um den Mann freundlich zur Rede zu stellen. „Ich habe ihn nur gebeten, woanders zu klingeln – mehr ist nicht passiert“, behauptete auch der 31-Jährige auf dem Anklagestuhl bis zuletzt.
Bei dem Briefträger (45) hörte sich das ganz anders an. Im Bademantel und mit Alkoholfahne sei der Angeklagte auf ihn zugekommen – „dann hat er mir mit der flachen Hand aufs Ohr gehauen, hat sich umgedreht und ist wieder gegangen.“
Fürs Gericht klang diese Version absolut plausibel. „Warum wollte der Postbote Sie sonst anzeigen, Sie kennen sich doch gar nicht?“, fragte die Vorsitzende den Angeklagten. Eine Antwort wusste der auch nicht. Und so kam‘s zum Urteil: 60 Tagessätze zu je 20 Euro, unterm Strich 1200 Euro. Möglicherweise will der Angeklagte aber Berufung einlegen.

fra

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