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Stadt Wolfsburg Ayoub B.: Hatte Angst, „geschlachtet zu werden“
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Ayoub B.: Hatte Angst, „geschlachtet zu werden“
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23:00 28.07.2015
Wolfsburger Terrorkämpfer Ayoub B.: Offenbar hatte er Angst, vom IS getötet zu werden.
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Der Prozess gegen die Wolfsburger, die an unbekannten Orten in U-Haft sitzen, beginnt am 3. August in Celle. Zu vielen Punkten wollen die Männer erst vor Gericht aussagen, Ebrahim B. hatte sich bereits in einem Fernseh-Interview vom IS distanziert, Ayoub B. lehnte bislang Interviews ab - in der gestrigen Sendung wurde allerdings aus Polizeiverhören mit dem Wolfsburger zitiert. Ayoub B. sprach dabei laut NDR von einer „richtigen Gehirnwäsche“ durch den IS.

„Vor der Schlacht wurde uns gesagt, dass wir keine Geiseln nehmen dürfen, alle müssen abgeschlachtet werden“, soll der Wolfsburger ausgesagt haben. Ansonsten sei beim IS jeder Tag gleich gewesen, bis auf Freitag, da habe es „Pepsi und Schokolade“ gegeben.

Auch aus einem Internet-Chat wird in der Sendung zitiert. So soll Ayoub laut Anklagebehörde einem Wolfsburger geschrieben haben: „Die Waffe immer mit dir, wie eine Hose. Wir schlachten die. Das ist ein Rennen ins Paradies, wer kommt zuerst an.“ Ayoub B. bestreitet, für diesen Chat verantwortlich zu sein. Der andere Mann schloss sich nach dem Chat jedenfalls dem IS an und starb mittlerweile.

Später reifte in Ayoub der Entschluss, nach Wolfsburg zurückzukehren. Doch er hatte Angst, vom IS umgebracht zu werden. So soll er in einem Polizeiverhör gesagt haben: „Der IS ist unser aller Problem. Für den IS bin ich ein Verräter. Wenn die mich gepackt hätten, hätten sie mich geschlachtet. Die haben gesagt, keiner von den Wolfsburgern darf nach Hause, sonst machen die da die Propaganda kaputt.“

Doch Ayoub gelang genauso wie Ebrahim B. auf noch unbekannte Weise die Flucht. Über die Türkei gelangte er am 21. August 2014 mit dem Flugzeug nach Leipzig. Dort stellte er sich sofort der Polizei und wurde verhört. Verhaftet wurde er aber erst im Januar 2015 in Reislingen.

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