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Autostadt-Schwellen: VW-Mitarbeiter sind genervt

Wolfsburg Autostadt-Schwellen: VW-Mitarbeiter sind genervt

Seit Dezember sollen zwei schmale Betonschwellen vor der Autostadt zwischen VW-Zufahrt (Tor Ost, Kreisverkehr) und Mittellandkanal Raser bremsen. Der Unmut der Autofahrer darüber wächst.

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Ungeliebte Verkehrsberuhigung: Um die Beton-Schwellen vor der Autostadt fahren die meisten einfach herum.

Quelle: Andrea Müller-Kudelka

Die Betonschwellen wurden installiert, weil schwarze Kunststoff-Kissen, die vorher zur Reduzierung des Tempos dienten, dem Verkehr auf Dauer nicht standhalten (WAZ berichtete). Den meisten der VW-Mitarbeiter fehlt aber das Verständnis für die Maßnahme.

Viele der jetzt von der WAZ befragten Autofahrer wollten ihre Namen nicht nennen, im Urteil waren sie sich aber alle einig: Die neuen Schwellen seien „einfach nur Sch...!“ und gehörten abgeschafft. Während des Schichtwechsels sorge die Maßnahme dafür, dass sich der Verkehr bis in die Parkhäuser zurück staue. „Und selbst wenn man langsam drüber fährt ist es nicht gut fürs Auto“, warnt Jan Machunsky. „Das ist doch Schikane. Richtig schnell kann eh keiner fahren“, meint Torsten Lux. Allerdings: Mit 127 km/h hatte die Autostadt hier vorher schon einen Raser geblitzt.

„Übertrieben“ findet Enrico Dannies die neuen Schwellen trotzdem, bei denen die Karosserie schon ab 20 km/h scheppert. Er meint: „Das Anheben der Asphaltdecke wäre nicht so schädlich für Autos. Gegen Tempodrosselung ist ja nichts einzuwenden.“ Das meint auch Christian Schmidt: „Einige sind ganz schön gerast, aber es wäre besser, eine andere Möglichkeit zu finden als diese Huckel, die sind fies.“ Es werde „seinen Sinn haben, als Notbremse“, sagt Christoph Natkanski, „aber schön ist es nicht und die meisten fahren einfach drumherum.“

Einige der Befragten vermuten, dass es dadurch für Passanten sogar noch gefährlich werden könnte, die Straße zu überqueren. Und ein Autofahrer bringt es, während am Straßenrand die Befragung läuft, sogar fertig, die Schikanen mit quietschenden Reifen zu umkurven - nach gedrosseltem Tempo sieht das jedenfalls nicht aus...

amü

Slalom

ein Kommentar von Andrea Müller-Kudelka

Es ist das gute Recht der Autostadt, auf der Zufahrt zu ihren Parkplätzen Temposünder zu bremsen – schließlich handelt es sich hier um eine Privatstraße und die Autostadt-Gäste müssen geschützt werden.

Nach meinen Beobachtungen vor Ort wage ich aber daran zu zweifeln, dass die neuen Beton-Schwellen diesen Zweck erfüllen: Statt vom Gas zu gehen fahren die Raser Slalom; alle anderen ärgern sich über das Scheppern ihrer Karossen.

Und Staus im Schichtverkehr gibt‘s so schon genug.

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