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Autos mit Klebstoff beschmiert: Rätseln über das Motiv

Überregionale Medien berichten über Serie in Wolfsburg Autos mit Klebstoff beschmiert: Rätseln über das Motiv

Wer beschmiert Autos reihenweise mit Klebstoff? Immer mehr überregionale Medien berichten über die schlimme Serie in Wolfsburg, und immer mehr Betroffene spekulieren über das Motiv des Täters. Ist es Hass auf VW – fast ausschließlich Modelle von Volkswagen sind betroffen.

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Interview vor laufender Kamera: Der NDR ließ sich von Polizeisprecher Sven-Marco Claus den Fall schildern.
 

Quelle: Roland Hermstein

Wolfsburg.  Die gute Nachricht: Bis Dienstagabend gab’s keine neue Serie verklebter Autos. Die schlechte Nachricht: Vom Täter und seinem Motiv fehlt weiter jede Spur. Mittlerweile berichten auch immer mehr überregionale Medien über die ebenso rätselhafte wie für die Betroffenen zuhöchst ärgerliche Serie mit bislang 400.000 Euro Schaden.

Seit einem halben Jahr beschädigen ein oder mehrere Täter immer mehr Fahrzeuge mit einer Art Sekundenkleber. „Zunächst gab es vereinzelte Fälle in der Innenstadt, mittlerweile ganze Serien auch in Stadt- und Ortsteilen“, berichtete Polizeisprecher Sven-Marco Claus am Dienstag im Interview mit NDR-Reporter Peter Jagla vor laufender Kamera. Der NDR drehte für seine Sendung „Hallo Niedersachsen“. Auch andere überregionale Medien fragten bei der Polizei nach Fotos und Fakten.

Die sind unverändert: Rund 400.000 Euro Schaden, knapp 200 betroffene Fahrzeuge – fast ausschließlich von VW. Im Internet schießen die Spekulationen ins Kraut: Hat der Täter einen Hass auf Volkswagen, wurde er dort entlassen, ärgert er sich über den Diesel-Betrug? Spekulationen könne man viele anstellen, teilte eine Sprecherin des AWO-Psychiatriezentrums Königslutter der WAZ auf Anfrage nach den möglichen Tätermotiven mit – gesicherte Aussagen aber könnten die dortigen erfahrenen Psychiater ohne Kenntnis des Probanden nicht treffen.

Ob’s tatsächlich (teurer) Sekundenkleber ist, den der Unbekannte großflächig auf die Fahrzeuge kippt, kann auch Service-Bereichsleiter Jens Gasterich vom Autohaus Wolfsburg nicht sagen – hier bemüht man sich in erster Linie darum, die Fahrzeuge schnell instand zu setzen. Gasterich: „Bisweilen klappt das mit Klebereste-Entferner und Politur, oft hilft aber auch nur runterschleifen und neu lackieren.“ Immerhin: Den gebeutelten Kunden stelle man kostenlos Leihwagen zur Verfügung, aus Kulanz: „Das sehen wir nach dem Motto: Wir für Wolfsburg.“

Immerhin ein kleiner Trost für manche der Betroffenen...

Von Ulrich Franke

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