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Autonomes Fahren: Student schrieb an Buch über rechtliche Fragen mit

Wolfsburg Hans Steege (25) als einziger Student unter Jura-Professoren Autonomes Fahren: Student schrieb an Buch über rechtliche Fragen mit

Führt das zunehmende autonome Fahren in einigen Jahrzehnten dazu, dass der Gesetzgeber den Fahrer am Steuer abschafft? Eine der spannenden Fragen, denen sich ein aktuelles Fachbuch aus rechtlicher Sicht widmet. Mitwirken an dem soeben erschienenen Buch durfte unter 14 Autoren, darunter viele Professoren, ein einziger Jura-Student. Und der heißt Hans Steege und kommt aus Wolfsburg.

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Autonomes Fahren: Viele rechtliche Fragen sind noch nicht geklärt. An einem Fachbuch wirkte der Wolfsburger Student Hans Steege mit. Foto: Archiv

Wolfsburg. Hans Steege (25) ist Wolfsburger, machte hier am THG sein Abitur und studiert jetzt Rechtswissenschaften an der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Universität in Hannover. Unter Federführung der dortigen Professoren Bernd Oppermann und Jutta Stender-Vorwachs fanden sich 14 Autoren zusammen und verfassten das Werk mit dem Titel „Autonomes Fahren - Rechtsfolgen, Rechtsprobleme, technische Grundlagen“. Die schon gängigen Fahrer-Assistenzsysteme und das Autonome Fahren werfen aus ihrer Sicht eine Vielzahl neuer juristischer Probleme auf, denen sich die Experten widmen.

Hans Steege arbeitete am grundrechtlichen Kapitel mit. Eine der spannenden Fragen: die Möglichkeit eines zukünftigen Verbots herkömmlicher Fahrzeuge. Heute ist das autonome Auto der Exot auf der Straße, in 50 Jahren könnte es der Mensch als Fahrer sein. „Und wenn das autonome Fahren dazu führt, dass es fast keine Unfälle mehr gibt - werden herkömmliche Fahrzeuge dann verboten?“, stellt Steege als Frage in den Raum. Auch der viel diskutierten „Dilemma-Frage“ hat er sich gewidmet: Wenn das Auto auf ein Hindernis zusteuert - weicht es dann aus und erfasst womöglich eine Gruppe Schulkinder? Und wer hat Schuld, wer haftet? Der Fahrer, der Hersteller, der Programmierer?

Einfache Antworten auf komplexe Fragestellungen gibt das Buch kaum, Steege: „In die Zukunft schauen können wir auch nicht. Aber wir können überlegen, welchen ganz neuen Fragestellungen wir uns widmen müssen.“

2 Das Buch „Autonomes Fahren“ ist erschienen im Beck-Verlag, ISBN 978-3-406-70266-2, ist 349 Seiten stark und kostet 59 Euro.

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