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Ausgebüxter Laufvogel: Zum Einfangen einfach zu schnell!

Polizei und Feuerwehren im Einsatz Ausgebüxter Laufvogel: Zum Einfangen einfach zu schnell!

Ein großer Laufvogel sorgt seit Ende August für Aufsehen in der Wolfsburger Umgebung. Lange war von einem Emu die Rede, jetzt steht fest: Es ist ein Nandu. Der Besitzer ist ausgemacht, aber der Vogel selbst ist einfach nicht zu fassen.

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Ein Nandu sorgt für Aufsehen: Graslebens Ortsbrandmeister Maik Wermuth konnte ein Foto von dem großen Laufvogel machen (li.)
 

Quelle: Maik Wermuth/Archiv

Grasleben.  Ein großer Vogel sorgt seit Wochen für Aufsehen im Wolfsburger Umland. Lange war von einem entlaufenem Emu die Rede (WAZ berichtete), doch jetzt steht fest: „Es ist ein Nandu“, so Polizeisprecher Sven-Marco Claus. Das Tier ist kleiner als ein Emu – mit bis zu 60 km/h aber so schnell, dass weder Polizei noch Feuerwehren es bislang einfangen konnten. Immerhin wurden inzwischen Besitzer und Herkunft ermittelt.

„Wir haben keine Chance, der Nandu läuft einfach zu schnell“, sagt der Grasleber Gemeindebrandmeister Maik Wermuth. Er war mit den Ortsfeuerwehren Grasleben und Querenhorst im Einsatz, um den flugunfähigen Vogel, der aus Südamerika stammt, einzufangen. Anwohner hatten bei der Polizei einen großen Vogel (Nandus werden bis zu 1,40 Meter groß) an der B 244 zwischen Grasleben und Querenhorst gemeldet. Der Nandu roch den Braten und lief aufs freie Feld (kl. Foto) – die Einsatzkräfte hatten das Nachsehen.

Erfahrene Tierhelfer

Dabei haben die Feuerwehren reichlich Erfahrungen mit Tieren. „Wir haben schon einen Elefanten aufgerichtet, der im Winterquartier eines Zirkus’ umgeknickt war und ein steifes Knie hatte“, erzählt Wermuth schmunzelnd. Auch Schlange, Leguan und Storch konnte man aus misslichen Lagen befreien. Beim Nandu waren sie bislang erfolglos.

Bei Ankunft ausgebüxt

Der scheue Vogel ist seit Ende August in der Umgebung unterwegs. Von ihm gehe keine Gefahr aus, versichert der Besitzer aus Grasleben. Er hatte seiner bereits vorhandenen Nandu-Dame noch drei Gefährten kaufen wollen. Als er die beiden Hennen und den Hahn aus dem Transporter holte, entschwand eine Henne – und die genießt seitdem ihre neue Freiheit. Ihr gehe es gut. „Sie ist gut genährt und macht einen fitten Eindruck“, sagt Maik Wermuth, der sich dem Nandu bis auf fünf Meter nähern konnte. „Nandus können in freier Wildbahn gut leben“, sagt auch der Besitzer. Eine Chance, den flinken Genossen einzufangen, sehe er nicht. Auf freiem Feld gebe es keine Chance, nur ein Zaun könnte helfen.

Von Sylvia Telge

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