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Aus für Don Camillo und Peppone: Wenig Wehmut

Hochhäuser werden abgerissen Aus für Don Camillo und Peppone: Wenig Wehmut

Jetzt muss sich Detmerode ein neues Logo malen lassen, denn zwei der drei markanten Gebäude aus dem Entwurf von Erika Boronowski werden verschwinden: Sowohl für das Stufenhochhaus von Architekt Baumgarten als auch für die beiden Wohntürme Don Camillo und Peppone von Architekt Gerdes steht der der Abriss bevor.

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Klingelschild der „Residenz Don Camillo“ (kl. Bild): Ein Name nach dem anderen verschwindet.

Quelle: Hensel (Archiv) / Britta Schulze

Detmerode. Betroffen macht das vor allem Mieter, die noch in den mit Asbest belasteten Gebäuden leben. „Einige Nachbarn haben sich schon andere Wohnungen angeschaut. Wir warten noch ab. Aber es musste ja irgendwann etwas passieren“, sagt Karin Weißenfeld (66) aus der „Residenz Peppone“, die ihrem Namen keine Ehre macht. Gern hätten alle nähere Informationen, wann sie endgültig raus müssen - und hoffen auf bezahlbare Alternativen.

Der Detmeroder Gerhard Kern (88) war Leiter des Stadtplanungsamtes und später Stadtbaurat. „Dass man schon nach 50 Jahren Wohnungen abreißen muss, liegt nicht an den Architekten sondern an der Bauqualität“, sagt er. Für Don Camillo und Peppone, die 1968 bei einem großen Richtfest gemeinsam mit der alten Neuland-Burg eingeweiht wurden, war das frühere DGB-Wohnungsunternehmen „Neue Heimat“ verantwortlich. Im sozialen Wohnungsbau ging es in den 60er Jahren darum, schnell und möglichst billig viele Wohnungen zu schaffen. „‚Es war also fast so wie heute“, sagt der Rentner, der hofft, dass die neue Silhouette Detmerodes später wieder etwas ganz Besonderes wird.

„Mir tut der Abriss nicht weh, wenn sie etwas Schönes dafür bauen“, sagt er und nennt die neue Neuland-Burg als ein positives Beispiel. „Die hätte ich mir zwar etwas feingliedriger gewünscht, aber Technik und Wohnqualität sind viel, viel besser als früher.“

amü

Imposant, aber nicht schön

ein Kommentar von Kevin Nobs

Mit den Hochhäusern Don Camillo und Peppone geht es zwei weiteren Denkmälern aus meinen Kindheitstagen an den Kragen. Für uns war es damals ein riesiges Abenteuer, mit dem Fahrstuhl nach ganz oben zu fahren und aus dem Treppenhausfenster zu gucken. Und, ich gebe es zu, einmal einen Flummi runterfallen zu lassen.

Das ist rund ein Vierteljahrhundert her, aber schon damals waren die Betonriesen zwar ein imposanter, aber kein schöner Anblick. Dass sie jetzt wegkommen, ebenso wie das markante Stufenhochhaus und die alte Neuland-Burg, ist nur aus nostalgischen Gründen schade.

Denn an Stelle der Asbest-Klötze kann moderner Wohnraum entstehen. Im besten Falle auch etwas für den kleineren Geldbeutel...

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