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Stadt Wolfsburg Augenzeugenberichte über Wassernot und Fluchtursachen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Augenzeugenberichte über Wassernot und Fluchtursachen
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22:00 23.03.2018
Veranstaltung zum Weltwassertag: Almut Stein vom Verein „Wasser für Kenia“ erläuterte die Hilfsprojekte. Quelle: Foto: Burkhard Heuer
Hellwinkel

Es gilt als das wichtigste Lebensmittel überhaupt: das Wasser. Manche Bereiche dieser Erde haben es im Überfluss, in anderen Ländern werden bereits blutige Kriege geführt um diese lebenserhaltende Ressource. Im kleinen Saal des „Café Anna“ am Reislinger Markt erzählten unter anderem in Wolfsburg lebende Flüchtlinge über den täglichen Kampf der Menschen um das Wasser.

Wasser-Knappheit in Kenia: Nomaden befüllen ihre Kanister. Quelle: Frank Schultze / Brot für die Welt

Almut Stein, die gemeinsam mit Ehemann Christoph den Verein „Wasser für Kenia“ ins Leben gerufen hat, berichtete zum Auftakt der Veranstaltung über die Aktionen in einem kenianischen Dorf, in dem unter anderem mächtige Tanks finanziert wurden, die Regenwasser speichern und damit für Trinkwassersicherheit sorgen. Günter Schütte von der Flüchtlingshilfe würdigte zwar den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan, wo eine Vielzahl von Brunnen gebohrt worden seien. Er schilderte aber auch das Schicksal afrikanischer Mädchen, die allein schon aus zeitlichen Gründen keine Schule besuchen können, weil sie täglich stundenlang zum nächsten Trinkwasserbrunnen laufen müssen.

Die Menschen bauen dank der Hilfe der Wehrhahns eine Wasserquelle Quelle: Lutz Caspers

Besonders beeindruckend an diesem Abend waren allerdings die Beiträge von Flüchtlingen, die aus ihren Heimatländern berichteten. Erst seit zwei oder drei Jahren lernen die jungen Männer aus Afghanistan, Irak und Sudan die deutsche Sprache, doch sie absolvierten diese Herausforderung mit Bravour. Und so bestand für alle absolut kein Grund , sich „für das schlechte Deutsch“ zu entschuldigen.

Rund 50 Besucher erfuhren so Augenzeugenberichte vom täglichen Kampf um das Wasser, von der Hoffnungslosigkeit der Menschen, von den Gründen, das Land zu verlassen, um im fernen europäischen Ausland Auskommen und Frieden zu erlangen. Nicht immer nur ist es der kilometerlange Fußmarsch zum verdreckten Wasserloch, der den Tagesablauf der Menschen prägt. Im Sudan beherrschen berittene Mörderbanden die lebenswichtigen Ressourcen. „Und denen macht es absolut nichts aus“, so betonte Referent Diefala Alreih, „mit Genehmigung der Regierung auch mal ein ganzes Dorf abzufackeln.“

Von Burkhard heuer

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