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Aufsichtsrat stimmt gegen Nahrstedt

Wolfsburg Aufsichtsrat stimmt gegen Nahrstedt

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke hat am Freitag beschlossen, den Ausschluss von Maik Nahrstedt aus dem Gremium anzustreben. Ein entsprechender Prüf-Antrag des Aufsichtsratsvorsitzenden Hans-Georg Bachmann erhielt in einer Abstimmung eine deutliche Mehrheit.

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Maik Nahrstedt: Muss er den Aufsichtsrat verlassen?

Quelle: Unbekannt

Jetzt muss das Amtsgericht entscheiden.

Nahrstedt durfte an der geheimen Abstimmung nicht teilnehmen, elf der restlichen 14 Mitglieder stimmten offenbar für den Bachmann-Antrag, es gab eine Enthaltung. Bei diesem Ergebnis müssen auch Arbeitnehmervertreter gegen Nahrstedt gestimmt haben.

Jetzt muss das Amtsgericht auf Antrag des Aufsichtsrats entscheiden, ob Nahrstedt, der bei den Stadtwerken beschäftigt und auch als Betriebsratsmitglied tätig ist, das Gremium wirklich nach Paragraph 103, Absatz 3 des Aktiengesetzes abberufen wird. Dort heißt es: „Das Gericht hat auf Antrag des Aufsichtsrats ein Aufsichtsratsmitglied abzuberufen, wenn in dessen Person ein wichtiger Grund vorliegt.“

Diesen Grund sieht die Mehrheit des Aufsichtsrats offenbar in der Affäre um nicht bezahlte VfL-VIP-Karten. Nahrstedt war deshalb 2012 vom Amtsgericht wegen Anstiftung zur Untreue zu 60 Tagessätzen verurteilt worden. Den Stadtwerken sei durch dieses Vergehen ein Schaden von 5000 Euro entstanden, den Nahrstedt nie beglichen habe, hieß es im Antrag. Mitglied Sieghard Wilhelm (Grüne) betonte, es gehe auch im Allgemeinen um Fragen von Loyalität und Vertraulichkeit.

Nahrstedt bleibt vorerst weiter im Aufsichtsrat. Auch wenn das Gericht dem Antrag folgt und ihn ausschließt, steht der Weg durch die Instanzen offen - bis zum Bundesgerichtshof.

„Nachdem dem Antrag zugestimmt wurde, werden wir uns jetzt tiefergehend damit beschäftigen, wie es weitergeht“, sagt Aufsichtsrats-Chef Bachmann (SPD). Peter Kassel (CDU) bezeichnet den Beschluss als „sinnvoll im Sinne einer Klarheit nach der Prüfung durch das Gericht“.

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