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Auf die Freundin eingestochen

Wolfsburg im Gericht Auf die Freundin eingestochen

Dramatisch verlief ein Beziehungsstreit zwischen einem 25-Jährigen und einer 27-Jährigen im September in Neuhaus. Zum Schluss griff er zum Messer.

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Amtsgericht: Es ging um Schläge und Messerstiche.

Quelle: Archiv

Am Montag war die Verhandlung vor dem Amtsgericht.

„Ich verzeihe mir selbst nicht“, sagt der Angeklagte. Ausgangspunkt des Streits war, dass die 27-Jährige mit einer Freundin allein weggehen wollte. Später warf sie dem 25-Jährigen dann Untreue vor - und der rastete aus: Er packte sie, biss ihr in beide Wangen und in den Unterarm. Als sie sich unter einer Matratze verkroch, stieß er mit einem Schmuckdolch darauf ein und verletzte sie am Unterschenkel. Erst als die Mutter des Täters hinzukam, rannte er aus dem Zimmer. Die 27-Jährige schloss sich ein und rief per Telefon die Polizei. Die fand die junge Frau hysterisch weinend und den Täter apathisch dasitzend vor.

Weil Drogen im Spiel waren, wurde eine Blutentnahme angeordnet. Der widersetzte sich der 25-Jährige auf der Wache so vehement, dass ihn mehrere Beamte überwältigen mussten. Eine Anklage wegen Widerstands wurde aber fallen gelassen, da er wohl niemanden gezielt verletzen wollte. Als Strafe für den Angriff auf seine Freundin wählte die Richterin ein mildes Maß: sechs Monate auf Bewährung. Mit seinem Bewährungshelfer soll der Angeklagte Therapiemöglichkeiten ausloten.

Mit seiner Freundin hat sich der 25-Jährige wieder vertragen und plant sogar, mit ihr zusammenzuziehen. Die Richterin warnte: „Da gibt es noch viel aufzuarbeiten. Sie hätten sie töten können!“ Sie riet zu einer Paartherapie.

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