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Asylheim: Totschlags-Vorwurf vom Tisch

Wolfsburg Asylheim: Totschlags-Vorwurf vom Tisch

Überraschung im Prozess um die tödlichen Schüsse im Fallerslebener Asylbewerberheim. Die Staatsanwaltschaft plädierte gestern auf geringe Strafen für die beiden angeklagten Deutsch-Russen (26 und 35 Jahre) - vom Totschlags-Vorwurf blieb nichts übrig.

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Asylheim: Überraschende Wendung im Totschlags-Prozess.

Quelle: Hensel / Archiv

Unter dem Strich forderte der Staatsanwalt gegen den 26-Jährigen eineinhalb Jahre auf Bewährung wegen Verstoß gegen das Kriegswaffen-Kontrollgesetz; er hatte die Maschinenpistole dabei. Doch die Version, dass der tödliche Schuss aus Notwehr abgegeben worden sei, sei nicht zu widerlegen. Und auch den Vorwurf der versuchten räuberischen Erpressung im Zuge eines Drogendeals sah der Anklagevertreter als nicht bewiesen an. Für den 35-jährigen Angeklagten blieb nur der Erwerb von Kokain für 50 Euro als Straftatbestand übrig, Forderung: 90 Tagessätze zu je 20 Euro.

Vieles von den genauen Tatumständen war trotz oder gerade wegen vieler sich teils widersprechender Zeugenaussagen unklar geblieben. Zudem hatten die Verteidiger Gabriele Rieke und Andreas Zott offenbar genau die richtige Strategie gewählt. Am gestrigen Tag wurde noch ein wichtiger Zeuge aus der Haft vorgeführt, der das Opfer Johnny U. belastete: Er selbst habe von dem 31-Jährigen Kokain gekauft. Für Anwalt Andreas Zott ein klares Indiz, dass das Opfer „selbst mit Drogen zu tun hatte“.

Die Verteidigung plädiert morgen, das Urteil wird für übernächste Woche erwartet.

fra

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