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Asylheim: Reizgas-Einsatz bleibt folgenlos

Wolfsburg Asylheim: Reizgas-Einsatz bleibt folgenlos

Wolfsburg. Der Einsatz von Pfefferspray durch den Sicherheitsdienst vor knapp einem Jahr im Asylbewerberheim in Fallersleben bleibt ohne juristische Konsequenzen. Das Amtsgericht Wolfsburg stellte am Montag den Prozess gegen einen Security-Mitarbeiter (40) wegen gefährlicher Körperverletzung ein.

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Großeinsatz: Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste rückten im August 2015 in die Hafenstraße aus.

Quelle: Roland Hermstein (Archiv)

Was genau sich in der Hafenstraße abgespielt hatte, ließ sich nicht zweifelsfrei klären.

Gleich zweimal hatte der staatenlose gebürtige Russe, der als Sicherheitsmann im Asylheim arbeitet, zum Pfefferspray gegriffen - am 5. und am 10. August letzten Jahres. Im Fall eins gegen einen Bewohner, der sich beschwerte, nachdem die Security wegen lauter Musik zu später Stunde seine Zimmertür eingetreten hatte. Doch das vermeintliche Opfer erschien nicht zur Verhandlung - die Notwehr-Version des Angeklagten war nicht zu widerlegen.

Schwieriger war Fall zwei. Wieder gab es nächtlichen Stress, irgendwann drehten die beiden Sicherheitsmänner den Strom auf dem betroffenen Flur im Heim ab. Ruck-Zuck bildete sich im Flur eine größere Menschenmenge; der Angeklagte gab an, er sei bedrängt und geschlagen, sogar mit einem Mülleimer beworfen worden.

Die beiden Opfer der Pfefferspray-Einsatzes, zwei schwarzafrikanische Asylbewerber, widersprachen sich in einigen Details ihrer Aussagen. Hatte sich tatsächlich ein Heimbewohner den Anweisungen widersetzt, den Strom eigenmächtig wieder eingeschaltet und damit zur Eskalation der Situation beigetragen? Auch das ließ sich nicht mit Sicherheit klären, zumal der zweite Sicherheitsmann ebenfalls auf der Zeugenbank fehlte. Ende der Geschichte: Keine Bestrafung, Verfahren eingestellt.

fra

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