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Asylheim-Mordprozess: Opfer-Bruder sagte aus

Wolfsburg Asylheim-Mordprozess: Opfer-Bruder sagte aus

Im Prozess um den Mord im Asylbewerberheim in Fallersleben sagte gestern der Bruder des Opfers vor dem Landgericht Braunschweig aus. Angeklagt sind zwei Brüder aus Wolfsburg (26 und 35), der jüngere hatte nach einem Streit um Drogen den Asylbewerber Stanley U. mit einer Maschinenpistole erschossen, der als Außenstehender eingegriffen hatte.

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Prozess um den Mord im Fallersleber Asylheim: Zwei Brüder müssen sich vor dem Landgericht Braunschweig verantworten.

Quelle: Andrea Müller-Kudelka

Unter Tränen berichtete der Zeuge (30), wie er von der Schießerei und dem Zustand seines Bruders erfuhr: „Bekannte aus dem Heim haben mich angerufen und erzählt, dass er verletzt wurde und im Krankenhaus liegt, da bin ich sofort hingefahren“, so der Mann aus Hannover.

Damals habe er auch kurz mit dem Mann geredet, den er gestern für den Tod seines Bruders mit verantwortlich machte: einen Zimmernachbarn von Stanley, angeblich ein Drogendealer, zu dem die beiden Angeklagten eigentlich wollten. Dieser Mann hatte während des Streits um Hilfe gerufen, daraufhin war Stanley U. ihm zu Hilfe geeilt, bewaffnet mit einer Axt.

Der als Haupttäter angeklagte 26-Jährige hatte bereits beim Prozessauftakt ausgesagt, dass er nur aus Angst um seinen Bruder (35) in Notwehr zur Maschinenpistole gegriffen habe, denn der 35-Jährige wurde bei der Auseinandersetzung durch die Axt von Stanley U. verletzt. Von dem am Streit beteiligten Dealer fehlt inzwischen jede Spur, auch der Bruder des Opfers konnte dem Gericht nicht weiterhelfen. Er betonte aber, dass sein Bruder kein aggressiver Mensch war - er habe auch keine Drogen genommen.

Ebenfalls aussagen sollten gestern ein 35-jähriger Wolfsburger, gegen den ein Verfahren wegen Drogenmissbrauchs läuft, und die Ehefrau (29) eines Angeklagten. Beide verweigerten die Aussage. Eine vierte Zeugin erschien gar nicht erst. Fortgesetzt wird der Prozess am 13. April.

kau

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