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Asylheim: Angeklagter gesteht tödliche Schüsse

Braunschweig / Wolfsburg Asylheim: Angeklagter gesteht tödliche Schüsse

Auftakt zum Prozessmarathon: Vor dem Landgericht in Braunschweig müssen sich seit gestern zwei Brüder aus Wolfsburg (26 und 35) wegen der tödlichen Schüsse im Asylbewerberheim in Fallersleben im September 2014 verantworten. Dem Jüngeren wird unter anderem Totschlag  zur Last gelegt, beiden schwere räuberische Erpressung.

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Prozessauftakt: Nach den tödlichen Schüssen im Fallersleber Asylbewerberheim müssen sich seit gestern zwei Brüder vor dem Landgericht verantworten.

Quelle: Photowerk (amü)

Bei Streitigkeiten rund um einen Drogendeal war der Asylbewerber Stanley U. (31) mit einer Maschinenpistole erschossen worden, als er – als Außenstehender – in die Auseinandersetzung eingriff. Der 26-jährige Todesschütze ließ gestern von seiner Rechtsanwältin verlesen,  er habe zunächst zwei Warnschüsse abgegeben, dann habe er direkt auf das Opfer geschossen. U. habe seinen Bruder mit einer Axt verletzt,  er habe dessen Leben schützen wollen. Der 35-Jährige formulierte in seiner Aussage: „Wenn mein Bruder mir nicht geholfen hätte, wäre ich höchstwahrscheinlich nicht mehr am Leben.“ Er trug Verletzungen am Ohr und am linken Unterarm davon. Sein Arm sei taub, gab er an, er könne nichts greifen oder heben.

Strittig war gestern vor allem die Aussage des 26-Jährigen, dass andere Bewohner der Hafenstraße ihn schon vor dem ersten Schuss mit Werkzeugen wie Fleischerbeil oder Vorschlaghammer bedroht hätten. Der Polizei-Hauptkommissar, der als erster vor Ort war, sagte gestern aus, er habe keinerlei Waffen oder ähnliche Gegenstände gesehen, erinnerte sich allerdings auch: „Überall standen Menschen, gefühlt war es das totale Chaos.“ Der Aufenthaltsort des damals im Wohnheim lebenden Dealers, mit dem die Brüder sich über  Kokain gestritten hatten, ist zurzeit unbekannt.
Für den nächsten Verhandlungstag sind Augenzeugen aus dem Wohnheim vorgeladen.

amü

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