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Stadt Wolfsburg Asylbewerber erschwindelt sich 24.537 Euro an Sozialleistungen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Asylbewerber erschwindelt sich 24.537 Euro an Sozialleistungen
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00:23 26.07.2018
Amtsgericht: Ein 32-Jähriger war wegen gewerbsmäßigen Betrugs angeklagt. Er erhielt eine zweijährige Bewährungsstrafe. Quelle: Archiv
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Wolfsburg

Ein 32-jähriger Asylbewerber aus dem Sudan hat sich in zwölf Fällen mit einer falschen Identität Sozialleistungen in mehreren niedersächsischen Städten und Kommunen erschlichen, darunter auch in Wolfsburg. Der Mann hatte in einem Zeitraum von 16 Monaten insgesamt 24.537 Euro erhalten und damit die eigene Spielsucht finanziert. Das Schöffengericht am Amtsgericht verurteilte den 32-Jährigen am Montag wegen gewerbsmäßigen Betrugs zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren.

Die kriminelle Masche des Wolfenbüttelers hatte ab August 2015 immer wieder auf Anhieb funktioniert. So meldete sich der Mann als Asylbewerber in der Landesaufnahmebehörde in Braunschweig, die ihm dann gemäß geltender Vorgaben eine Kommune zuwies.

4509 Euro gab es von der Stadt Wolfsburg

Laut Anklage verwendete der Mann sechs unterschiedliche Namen. Zügig gab es in den Städten und Gemeinden dann Geld per Scheck oder Barauszahlung. Das waren von der Stadt Wolfsburg 4509 Euro, von der Stadt Hannover 4649 und aus Lehrte 4763 Euro an Sozialleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Weitere Beträge strich der Angeklagte von der Stadt Braunschweig, der Gemeinde Stuhr und dem Landkreis Harburg ein.

Der Asylbewerber räumte sämtliche Vorwürfe zu Beginn der Verhandlung ein. „Ich bin spielsüchtig und brauchte das Geld, um zu spielen“, erklärte der Angeklagte. Er habe allerdings verstanden, dass er falsch gehandelt hat und dass es so nicht weitergehe. Er wolle das Geld in Raten zurückzahlen.

Staatsanwalt forderte eine Gefängnisstrafe

Aufgefallen ist das Treiben des Mannes laut einer Mitarbeiterin der Landesaufnahmebehörde schließlich über identische Fotos von ihm. Wegen des großen Andrangs von Menschen ab dem Sommer 2015 sei es damals nicht möglich gewesen, Fingerabdrücke zu nehmen, berichtete die 41-Jährige. Der Angeklagte erklärte, dass er sogar mehrmals mit demselben Sachbearbeiter zu tun gehabt hätte.

Der Staatsanwalt forderte in seinem Plädoyer eine Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren. „Das ist kein Kavaliersdelikt, Sie sind über einen Zeitraum von 16 Monaten so vorgegangen.“

Das Schöffengericht verurteilte den 32-Jährigen zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren. „Sie haben sich reuig gezeigt und der Staat hat es Ihnen einfach gemacht, sich eine neue Identität zuzulegen“, sagte die Richterin.

Von Jörn Graue

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