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Asylbewerber: Rathaus schießt gegen CDU zurück

Wolfsburg Asylbewerber: Rathaus schießt gegen CDU zurück

Die Verwaltungsspitze hat gestern Vorwürfe der CDU in Sachen Asylbewerber energisch zurück gewiesen. „Das ist kein verantwortungsvoller Umgang mit einem sensiblen Thema“, hielt Oberbürgermeister Klaus Mohrs dem CDU-Stadtmitte-Vorsitzenden Frank Roth vor.

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Pension als Übergangsunterkunft: Die Stadtverwaltung sucht Unterbringungsmöglichkeiten für Asylbewerber.

Quelle: Boris Baschin

Roth hatte dem Rathaus mangelnde Transparenz vorgeworfen: Weil mehr Asylbewerber kommen, prüft die Verwaltung eine vorübergehende Unterbringung in einer Pension im Lerchenweg - bisher, ohne Politik oder Bürger einzuschalten.

„Aber das ist unser ganz normales Tagesgeschäft“, empörte sich Erster Stadtrat Werner Borcherding. Nach Unterbringungsmöglichkeiten werde immer gesucht, weil stets Flüchtlinge kämen. Die Politik werde regelmäßig genau dann eingeschaltet, wenn die Verwaltung Standorte überprüft habe und konkret vorschlagen könne: „Sollen wir denn pausenlos etwas Unausgegorenes vorlegen?“ Auch in Sachen Lerchenweg sei noch keinerlei Entscheidung gefallen.

Die Fakten: Wegen eines zunehmenden Flüchtlingsstroms muss Wolfsburg absehbar bis zu 80 zusätzliche Asylbewerber aufnehmen. Geprüft würden Lerchenweg (30 Plätze), Wohnungen in der Kleiststraße sowie zahlreiche weitere Standorte.

Zurzeit wohnen in Wolfsburg rund 350 Asylbewerber, die Kapazität des einzig verbliebenen Heims in Fallersleben ist mit 140 nahezu erschöpft. In den letzten drei Jahren wurden Wolfsburg zwischen 40 und 60 Bewerber zugewiesen, dieses Jahr dürften es erstmals über 100 werden. Auch Wohncontainer wurden geprüft, aber aus verschiedenen Gründen verworfen.

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Kritik von der SPD: CDU „heuchlerisch“?

Die SPD hat den CDU-Ratsherrn Frank Roth in der Diskussion um die Flüchtlingsunterbringung scharf kritisiert. „Ich finde es heuchlerisch, wie die CDU mit diesem sensiblen Thema umgeht“, warf ihm die Sozialausschussvorsitzende Immacolata Glosemeyer vor.

Das Thema sei im Sozialausschuss besprochen worden, alle Fraktionen hätten vereinbart, „Ruhe und Vernunft“ walten zu lassen. Mit 80 zusätzlichen Asylsuchenden sei die 120.000-Einwohner-Stadt alles andere als überfordert. Wolfsburg, so Glosemeyer, sei selbstverständlich bereit, Menschen in Not zu helfen: „Dass die CDU aus reiner Profilierungssucht dieses öffentliche Diskussion anfängt, birgt die Gefahr, dass Vorbehalte gegen Asylsuchende geschürt werden.“

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