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Arbeitsagentur Wolfsburg: Abschieds-Interview mit Gerald Witt

58-Jähriger verlässt die Behörde Arbeitsagentur Wolfsburg: Abschieds-Interview mit Gerald Witt

Gerald Witt, bisheriger Leiter der Agentur für Arbeit, wechselt den Job. Am Dienstag fand die Verabschiedung in Helmstedt statt. Die WAZ sprach zum Abschied mit dem 58-Jährigen, der sich neuen Herausforderungen stellt.

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Gerald Witt: In seiner Amtszeit bei der Agentur für Arbeit Helmstedt entstanden neue Veranstaltungsformate wie das Job-Speed-Dating.
 

Quelle: Archiv

Wolfsburg. Gerald Witt, bisheriger Leiter der Agentur für Arbeit, wechselt dem Job. Am Dienstag fand die Verabschiedung in Helmstedt statt. Der 58-Jährige durchlief die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten von 1975 bis 1978, war selbst Dozent und leitete die Agentur für Arbeit in Helmstedt von April 2010 bis Oktober 2017. Mit seiner Frau Eva-Maria ist er seit 37 Jahren verheiratet, die beiden leben in Hildesheim. Die WAZ führte ein Interview zu seinem Abschied.

Andere gehen mit 58 in den Vorruhestand. Sie suchen neue Herausforderungen...

Ich fühle mich noch nicht zum alten Eisen gehörend und freue mich sehr auf die neuen Herausforderungen!

Sie haben hier etliche Projekte in Gang gebracht – für Jugendliche, Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende und Flüchtlinge. Welches lag Ihnen besonders am Herzen?

2010 haben wir das allerste Job-Speed-Dating in der Volkswagen-Arena organisiert. Sogar der Spiegel hat berichtet, das war etwas ganz Neues. Für mich war es ein Beginn, wie man ihn sich nur wünschen kann.

Dann muss ich nach ihrem größten Erfolg gar nicht mehr fragen?

Das würde ich ungern an einer einzelnen Veranstaltung festmachen wollen. Dass ich mit meinem Team immer wieder neue Formate entwickeln konnte; die Bereitschaft der Agentur, Innovation mit zu tragen, das war der größte Erfolg.

Wo sehen Sie für die Zukunft Handlungsbedarf?

Da gibt es drei Hauptfragen: Wie können wir etwas gegen Langzeitarbeitslosigkeit tun? Wie können wir Flüchtlinge erfolgreich in den Arbeitsmarkt integrieren? Und was ist im Bereich der Fachkräfte an Förderung notwendig?

Ich hatte den Eindruck, man müsse hier auch Arbeitgebern helfen, Arbeitnehmer zu finden – in der Gastronomie oder im Handwerk zum Beispiel.

Dass wir da Bedarf haben, ist unumstritten. Deshalb haben wir Veranstaltungen wie die Gastronomie-Börse ins Leben gerufen. Berufe, die nicht das gleiche Gehaltsgefüge haben wie in der Automobil- und Zulieferindustrie, sind hier ein Dauerthema.

Die Arbeit in Netzwerken spielte für Sie hier eine große Rolle. Auch weiterhin?

Sicher, viele hier kennen mich dadurch schon – zum Beispiel die IHK, die Handwerkskammer, der Arbeitgeberverband oder die Allianz für die Region.

Was sind ihre neuen Ziele?

Eines ist, die Jugend-Berufs-Agentur stärker mit Leben zu füllen und Chancen zu schaffen für die, die im ersten Anlauf keine Ausbildungsstelle gefunden haben. Und bei der Digitalisierung müssen wir mit Bildungsträgern die nötigen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten schaffen.

Interview: Andrea Müller-Kudelka

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