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Anwohner warnte Nachbarn: „Alle raus, es brennt!“

Brandstiftung in Fallersleben Anwohner warnte Nachbarn: „Alle raus, es brennt!“

Der oder die Feuerteufel scheren sich nicht um Menschenleben. Nirgends wurde das deutlicher als im Nordring, wo die Flammen eines brennenden Containers auf ein Mehrfamilienhaus übergriffen. Am Tag danach saß der Schock bei den Anwohnern gestern noch tief.

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„Gut, dass es so glimpflich ausgegangen ist“: Anwohner Michael Schmidt vor der zerstörten Hauswand.

Quelle: Kevin Nobs

Fallersleben. Gegen 2.30 Uhr schliefen Michael Schmidt (60) und seine Frau tief und fest, als es an der Tür Sturm klingelte. „Es war ein Nachbar, er schrie: alle raus, alle raus, es brennt!“, erzählt der 60-Jährige. Zeit zum Nachdenken blieb nicht, im Bademantel ging‘s raus in die kalte Nacht. Schmidt: „Die Flammen schlugen am Haus hoch, alles war voller Qualm, man bekam kaum Luft.“ Gemeinsam mit anderen Nachbarn beobachteten sie die Löscharbeiten. Gestern Mittag atmete Schmidt tief durch. „Gut, dass alles so glimpflich ausgegangen ist“, sagt er. Und: „Hoffentlich schnappen sie den Täter bald!“

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Das wünscht sich auch Detlef Bänsch (51) - das Feuer loderte unter seinem Fenster. Sein Glück: Er war wach. „Ich habe ferngesehen, als ich das Knistern der Flammen hörte.“ Der 51-Jährige alarmierte die Feuerwehr, die bald eintraf. „Ich hatte riesige Angst um meine Wohnung“, so Bänsch.

Unter ihm wohnt eine junge Frau. Die 32-Jährige mochte sich nicht ausmalen, was hätte passieren können, wenn der Brand später bemerkt worden wäre. Einen Riesendank spricht sie den Rettungskräften aus. „Die Feuerwehrleute waren sehr freundlich. Toll, dass es Menschen gibt, die für unsere Sicherheit sorgen.“

Am anderen Ende des Nordrings hatten Container gleich neben Baufahrzeugen gebrannt. Eine Rentnerin konnte nachts nicht schlafen und daher frühzeitig Alarm schlagen, als sie die ersten Flammen sah. Die Feuerwehr rückte auch hier an und löschten. „Mir taten die Männer leid“, sagte die Rentnerin. „Am liebsten hätte ich ihnen einen Kaffee gekocht - aber dafür waren es einfach zu viele.“

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