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Anschläge in Istanbul: Wolfsburger bangten um Verwandte

"Die ganze Nacht geweint" Anschläge in Istanbul: Wolfsburger bangten um Verwandte

Türkischstämmige Wolfsburger bangten nach den Anschlägen in Istanbul um Verwandte und Freunde. „Meine Frau hat die ganze Nacht geweint“, sagt Muhsin Köskeroglu.

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Anschläge in Istanbul mit Dutzenden Toten: Das Entsetzen ist auch in Wolfsburg groß.

Quelle: dpa

Wolfsburg. Die verheerenden Bombenanschläge mit Dutzenden Toten am Samstagabend nahe eines Fußballstadions in Istanbul lösten auch bei den türkischstämmigen Wolfsburgern Trauer und Bestürzung aus. Einige haben Familienangehörige, die als Polizisten bei dem Fußballspiel im Einsatz waren - sie durchlebten dramatische Stunden.

Muhsin Köskeroglu, der mit seiner Familie in Ehmen wohnt, ist geschockt: „Das ist unfassbar, mir fehlen die Worte“, sagte der Vater von vier Kindern. „Mein Schwager ist Polizist und war bei dem Fußballspiel im Einsatz, wir haben ihn sogar im Fernsehen gesehen“, berichtet der 51-Jährige. „Meine Frau hat die ganze Nacht geweint.“ Inzwischen ist klar, dass ihr Familienangehöriger wohlauf ist.

Sein Bruder Ömer Köskeroglu sagt: „Ich verurteile die Anschläge aufs Schärfste, Terrorismus ist das Schlimmste überhaupt.“ Der 55 Jährige ist SPD-Mitglied im Ortsrat Westhagen und stellvertretender Landesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Niedersachsen. „Wir haben sehr viele Freunde und Bekannte in Istanbul, zum Glück geht es allen gut.“ Von dem Anschlag habe er direkt am Samstagabend erfahren und seitdem mit vielen Angehörigen in der Türkei telefoniert.

Die Explosionen ereigneten sich nahe des Fußballstadions, in dem zuvor die Erstliga-Clubs Besiktas und Bursaspor gespielt hatten. Der Caterer der Wolfsburger Eis-Arena, Nafi Öztan, sieht in den Taten einen „Anschlag auf die Menschlichkeit. Warum kann man nicht mit Liebe und Zuversicht zusammenleben?“, fragt sich der 57-Jährige. „Es ist ganz schlimm und zerbricht einem das Herz“, schildert er seine Empfindungen.

Auch bei Fatih Türk, der den Kletterpark Monkeyman im Allerpark betreibt, sitzt der Schock tief: „Ursprünglich wollten manche meiner Verwandten, die in Istanbul leben, zu dem Spiel gehen. Letztlich war doch keiner von ihnen dabei und es geht allen gut“, sagt der 36-Jährige.

joe

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