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Annen-Knoten: Jeder Zentimeter wird vermessen

Verkehrs-Knotenpunkt Annen-Knoten: Jeder Zentimeter wird vermessen

Wolfsburg wächst, damit wächst auch der Verkehr. Der St.-Annen-Knoten als zentraler Verkehrsknotenpunkt aber ist an seine Leistungsgrenze gestoßen, ein Ausbau in den nächsten Jahren erscheint wahrscheinlich. Und darum wird zurzeit jeder Zentimeter rund um das Nadelöhr minutiös vermessen.

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Vermessungs-Ingenieure vor Ort: Jeder Zentimer des St.-Annen-Knotens wird minutiös erfasst.
 

Quelle: Roland Hermstein

Wolfsburg.  Jetzt wird der St.-Annen-Knoten unter die Lupe genommen – Zentimeter für Zentimeter. Seit Montag ist ein Ingenieurbüro dabei, Fahrspuren, Fuß- und Radwege sowie das Brückenbauwerk minutiös zu vermessen. Die Ergebnisse sind eine wichtige Planungsgrundlage fürs Rathaus: Der Annen-Knoten muss aller Voraussicht nach in den nächsten Jahren im Rahmen eines neuen Verkehrskonzepts grundlegend umgebaut werden.

Bis zu 6000 neue Wohnungen sollen im Rahmen der Wolfsburger Wohnbauoffensive entstehen, vor allem in Richtung Nordsteimke entstehen gigantische neue Wohngebiete. Viel mehr Einwohner, das heißt auch: viel mehr Menschen unterwegs zur Arbeit, zum Einkaufen, in die Stadt. Zwar heißt das wichtigste Zauberwort im Rathaus „Alternative Grüne Route“ nur für E-Busse und Fahrräder; aber auch der Individualverkehr wird enorm zunehmen – und der St.-Annen-Knoten damit zum Nadelöhr.

Hier treffen die Hauptverkehrsströme in Nord-Süd-Richtung (Schloss, Berliner Ring) auf die in Ost-West-Richtung (Nordhoff-Straße, Dieselstraße). Alles trifft sich am und auf dem Annen-Knoten, dessen Kapazität aber erschöpft ist. Mehr Verkehr bedeutet automatisch: Die Leistungsfähigkeit des Knotens muss erhöht werden. Und dafür schwebt den Planern im Rathaus unter Umständen sogar ein zussätzliches Brückenbauwerk von Norden (Berliner Brücke) nach Osten (Dieselstraße) vor. Vorteil: Der Verkehr im „Erdgeschoss“ könnte flüssiger laufen.

Was konkret in den nächsten Jahren passiert, ist offen – der Rat hatte allerdings eine erste Planungsphase eingeleitet. Und um planen zu können, brauchen die Experten genaue Daten. Nicht nur über die jetzigen Fahrbahnen, sondern auch die Nebenanlagen – Randbereiche bis zur Berliner Brücke, zur Tankstelle, zur Feuerwehr werden ebenso vermessen wie die Brücke von unten und sogar Fahrbahn-Markierungen. Die Vermessung dauert voraussichtlich bis Ende des Monats. Wird auf der Straße gearbeitet, gibt es temporäre Sperrungen einzelner Fahrspuren aus Sicherheitsgründen. In den Schichtzeiten soll dies aber nach Möglichkeit vermieden werden.

Von Ulrich Franke

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