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Anklage nach tödlichen Schüssen in Asylheim

Wolfsburg Anklage nach tödlichen Schüssen in Asylheim

Nach dem Mord im Asylbewerberheim in Fallersleben hat die Staatsanwaltschaft jetzt Anklage gegen zwei Deutsch-Russen (35 und 26) erhoben.

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Mord im Asylheim: Tatwaffe war eine Maschinenpistole, die Staatsanwaltschaft erhob jetzt Anklage.

Den Brüdern wird nicht nur die Tötung des Asylbewerbers Stanly U. (31) vorgeworfen, sondern auch ein Verstoß gegen das Kriegswaffen-Kontrollgesetz: Der tödliche Schuss wurde aus einer Maschinenpistole abgefeuert!

Der nigerianische Asylbewerber Stanly U. war am 24. September 2014 in der Asylbewerberunterkunft in der Hafenstraße erschossen worden. Vorangegangen war ein Streit um Drogen, mit dem der 31-Jährige zunächst gar nichts zu tun hatte.

Laut Anklage waren die beiden Brüder am Abend des 24. September in der Unterkunft aufgetaucht und hatten im Streit um einen Drogendeal von einem Asylbewerber die Herausgabe der Drogen gefordert - mit vorgehaltener Maschinenpistole!

Als der Asylbewerber um Hilfe rief, kam das spätere Opfer dazu, um zu helfen. Fatal: Aus seinem Zimmer holte Stanly U. eine Axt, die Situation eskalierte. Der 26-jährige Angeklagte habe zunächst einen Warnschuss in die Decke abgegeben, wenig später zwei Schüsse in Richtung des 31-Jährigen - das Opfer wurde tödlich getroffen. Derweil schnappte sich der ursprünglich bedrohte Drogenverkäufer die Axt und schlug auf den 35-jährigen Angreifer ein, der ebenfalls schwer verletz wurde.

Offiziell lautet die Anklage auf Totschlag, schwere räuberische Erpressung und Verstoß gegen das Kriegswaffen-Kontrollgesetz. „Dem 26-jährigen Angeklagten droht bei einer Verurteilung eine Haftstrafe zwischen fünf und 15 Jahren“, so Birgit Seel, Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

fra

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