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Anklage: Erpressung nach Pfusch beim Hausabriss?

Amtsgericht Wolfsburg Anklage: Erpressung nach Pfusch beim Hausabriss?

Harte Nuss für das Amtsgericht. Zwei Männer müssen sich wegen des Vorwurfs der Erpressung verantworten. Sie sollen ihre Auftraggeber bedroht haben, nachdem es Streit ums Geld nach dem Abriss eines Hauses gegeben haben soll. Die Verhandlung wurde vertagt.

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Weg damit: Nach dem Abriss eines Hauses kam’s zum Streit um Geld, zwei Männer müssen sich wegen Erpressung verantworten
 

Quelle: Symbolfoto

Wolfsburg. Es geht um einen Fall, der sich bereits Ende 2015 ereignete. Die beiden Angeklagten, Inhaber und Mitarbeiter einer Abbruchfirma, erhielten auf Umwegen den Auftrag, ein Haus abzureißen (siehe Text rechts). Das machten sie aus Sicht der Auftraggeber, zweier Architekten, alles andere als fachgerecht und ordentlich. Von ursprünglich vereinbarten 10.000 Euro war nur ein Teil geflossen. Den Rest der Summe, konkret 5000 Euro, sollen die Angeklagten bei der Architektin (51) und dem Architekten (60) massiv und mit Drohungen eingefordert haben, sowohl bei Besuchen zu Hause als auch am Telefon. Davon, dass die Frau „ein schlimmes Wochenende erleben werde“ und der Mann „Besuch von drei anderen bekommen“ werde, die ihn dann „auseinander nehmen“, soll die Rede gewesen sein. Anrufe seien mit Berliner Vorwahl erfolgt, die Nähe zu Moskau Inkasso und Hells Angels sei suggeriert worden – den Architekten rutschte das Herz in die Hose, sie gingen zur Polizei. Bei einer fingierten Geldübergabe in der Bar Celona klickten dann die Handschellen – zunächst allerdings nur bei einer unbeteiligten Freundin des 28-Jährigen, die den Umschlag entgegen nehmen sollte und ansonsten von nichts wusste.

Während der 28-jährige Firmenchef auf eine Verständigung (Geständnis gegen die Zusage von maximal zwei Jahren auf Bewährung) einging und Bedrohungen durch ihn selbst einräumte, plädiert sein Angestellter (44) auf Freispruch. Nicht er habe gedroht, sondern der Architekt (60) in betrunkenem Zustand ihm: „Dabei habe ich doch nur den Radlader auf der Baustelle gefahren.“ In zwei Wochen wird der Prozess fortgesetzt.

Von Ulrich Franke

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