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Stadt Wolfsburg Angeklagter gesteht tödliche Messerattacke auf Freundin
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Angeklagter gesteht tödliche Messerattacke auf Freundin
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23:35 14.05.2018
Der Angeklagte (M.) im Gerichtssaal im Landgericht Braunschweig: Mit 14 Messerstichen soll der Mann in Wolfsburg seine 39 Jahre alte Lebensgefährtin getötet haben. Quelle: Jörn Graue
Braunschweig/Wolfsburg

Die ungeheure Brutalität des Verbrechens einen Tag vor dem Heiligen Abend 2017 hatte Wolfsburg geschockt. Mit insgesamt 14 Messerstichen soll ein 38-jähriger Wolfsburger seine damalige Lebensgefährtin in der gemeinsamen Wohnung in der Lessingstraße getötet haben. Am Montag begann der Prozess vor dem Schöffengericht am Landgericht gegen den Mann. Dabei kam auch heraus, dass das 39-jährige Opfer zum Tatzeitpunkt schwanger war. Nur schwer zu ertragen waren die Aussagen der beiden Töchter (10 und 14), die sich während der Bluttat ebenfalls in der Wohnung aufhielten und noch versucht hatten, ihrer sterbenden Mutter zu helfen..

Angeklagter stach 14 mal auf Brustkorb ein

Der Angeklagte räumte die Tat am Montag über seinen Verteidiger ein, könne sich allerdings nur bruchstückhaft an die Geschehnisse am Vormittag des 23. Dezember 2017 in der Wohnung erinnern. „Ich bin allein verantwortlich dafür, dass meine Lebensgefährtin nicht mehr lebt. Es ist mir unerklärlich, weshalb es zu dieser Tat kam“, sagte der  Pole, der im Frühjahr 2016 nach Deutschland gekommen war.

Tatort in der Lessingstraße: Am Tag vor Heiligabend soll ein 38-Jähriger seine Lebensgefährtin erstochen haben

Laut Anklage soll er die Frau mit 14 Messerstichen umgebracht haben und durchstach dabei auch die linke Herzkammer und den linken Lungenoberlappen.

Schwierige Beziehung der beiden Polen

Der 38-Jährige berichtete vor Gericht am Montag von massiven Alkoholproblemen und einer erfolglosen Therapie noch in Polen. Diese Abhängigkeit sei nach seiner Darstellung auch der Auslöser für mehrere gescheiterte Selbstmordversuche gewesen – der jüngste in der Untersuchungshaft am 26. Dezember 2017. Ob er sich in Suizidabsicht nach dem tödlichen Angriff auf seine Lebensgefährtin selbst mit einem Messer am Hals und im Brustbereich verletzt hatte, blieb am Montag offen.

Einen Tag vor der schrecklichen Tat hatte das Paar mit den Vorbereitungen für eine gemeinsame Reise nach Polen über Weihnachten begonnen. Nach eigenen Angaben hatte der Angeklagte am Vorabend der Tat mehrere Flachmänner und auch Metaxa getrunken. „Musst du dich immer besaufen wie ein Schwein?!“, soll seine Lebensgefährtin im Verlauf eines Streits zu ihm gesagt haben. Nach der Tat am 24. Dezember hatte die Polizei einen Alkoholwert von 1,9 Promille bei dem Angeklagten festgestellt.

Der hatte wenige Tage vorher auch erfahren, dass seine Lebensgefährtin – noch in einem sehr frühen Stadium – schwanger war. „Ich habe mich darüber sehr gefreut“, sagte er. Der 38-Jährige weinte, als ein Brief von ihm an seine Familie übersetzt wurde: „Ich bete für die Seele meiner Lebensgefährtin“, hatte er darin geschrieben.

Polizistin berichtete unter Tränen von Einsatz

Die Anhörung von Zeugen und die Aussage eines psychiatrischen Gutachters sollen nun Aufschluss über die Tat bringen. Zum Auftakt berichtete eine Polizistin unter Tränen von dem Einsatz in der Wohnung. Bei einer Verurteilungen wegen Totschlags drohen dem Beschuldigten zwischen 5 bis 15 Jahren Haft. Der Prozess wird am Mittwoch um 9 Uhr fortgesetzt.Ein Urteil wird für Ende Mai erwartet. 

Von Jörn Graue

In der Nacht zum Samstag wurde ein 29 Jahre alter Wolfsburger von der Polizei wiederholt mit Drogen am Steuer erwischt. Als sich der Mann den Anordnungen der Beamten widersetzte, mussten die Polizisten die Seitenscheibe seines Fahrzeugs zerstören, um eine Blutprobe durchführen zu können.

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Im Prozess um eine tödliche Messerattacke in Wolfsburg am Tag vor Heiligabend hat der Angeklagte die Tat gestanden. „Ich bin sehr erschrocken darüber, dass ich der Anna so zahlreiche Stiche in den Oberkörper zugefügt habe“, ließ der 38-Jährige seinen Verteidiger am Montag vor dem Landgericht in Braunschweig erklären.

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