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Angeklagte verwarnt

Wolfsburg im Gericht Angeklagte verwarnt

Mehr Glück als Verstand hatte eine 20-jährige Wolfsburgerin jetzt vor dem Amtsgericht. Die Angekl agte kam mit einer Verwarnung davon - obwohl sie haufenweise Opfer bei e-Bay-Betrügereien übers Ohr gehauen hatte.

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Amtsgericht: Hier wurde verhandelt.

Quelle: Photowerk (bb/Archiv)

Gleich dreimal hatte die Frau bei e-Bay eine Handtasche der Marke Longchamp und ebenfalls dreimal ein Samsung Smartphone angeboten. Sie kassierte rund 1100 Euro, Ware sahen die Käufer nie. Dabei habe sie sowohl die drei Taschen als auch die drei Handys („Geschenke der Eltern“) besessen und liefern wollen, behauptete die junge Frau forsch. Privat sei aber alles drunter und drüber gegangen, mittlerweile seien Taschen und Telefone wohl beim Umzug verschüttt gegangen.

Dem Staatsanwalt schwoll der Kamm gegenüber der Angeklagte, die schon wegen Diebstählen vorbelastet ist: „Sie ziehen die Leute ab, da gehört einige kriminelle Energie dazu. Ich würde Sie am liebsten zwei Wochen in den Arrest schicken.“

Geht aber nicht: Nach der Trennung vom Ehemann ist die Angeklagte allein erziehende Mutter zweier kleiner Kinder (eins 2 Jahre, eins 2 Monate alt). Den Schaden gutmachen kann sie nicht, weil sie mit 12.000 Euro Miesen bereits in der Privatinsolvenz ist. Und Arbeitsstunden kommen wegen der Kinderbetreuung ebenfalls nicht in Betracht.

Auch die Vorsitzende Richterin seufzte: „Viel können wir hier nicht machen.“ Urteil: Eine Verwarnung, Pflicht-Termine bei der Familienhilfe - und sechs Entschuldigungsbriefe an die Betrugsopfer. „Mindestens eine Din-A-4-Seite lang“, mahnte die Richterin.

fra

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