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„An der Teichbreite“: Drei Kritikpunkte

Wolfsburg „An der Teichbreite“: Drei Kritikpunkte

Bei dem Bauvorhaben „An der Teichbreite“ sind direkt an der Schulenburgallee rund 30 neue Wohnungen geplant. Im Prinzip kein Problem, findet der Naturschutzbund NABU - wenn drei Bedingungen erfüllt werden.

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Am geplanten Bauplatz „An der Teichbreite“: Michael Kühn vom NABU hofft, dass die Pläne noch überarbeitet werden.

Quelle: Sebastian Bisch

„Wir haben nichts gegen die Lückenbebauung - aber sie muss naturverträglich sein“, sagt Michael Kühn vom Wolfsburger NABU. Deshalb hat der Bund die Beteiligungsphase der Bauplanung genutzt und bittet um die Beachtung dreier Punkte, die bislang nicht mit der Natur zu vereinbaren seien.

Das sei erstens der Abstand zum Waldrand: Etwas vorgelagert stehen zehn alte Eichen, die zwar erhalten bleiben, aber künftig direkt an die Bebauung grenzen. Deshalb soll der Grundwasserspiegel abgesenkt, die Äste stark zurückgeschnitten und lange Wurzeln im Zweifel gekappt werden. „Wir haben Angst, dass die alten Bäume dies alles nicht überleben - der Puffer zum Wald sollte so weit wie möglich vergrößert werden, etwas Platz wäre noch“, so Kühn.

Zweites Ärgernis: Für den Neubau werden 14 jüngere Bäume (Eichen, Linden) gefällt - aber nur vier neue gepflanzt. „Auch wenn direkt vor Ort kein Platz mehr ist, die Nordstadt ist groß“, meint Kühn.

Der dritte Punkt betrifft die Tiere in der Umgebung. „Die Stadt sollte nicht nur die Wiese, sondern auch das Umfeld überprüfen“, so Kühn. Denn dort hat die Stadt selbst vor vielen Jahren Brutkästen für Dohlen, Hohltauben und Waldkäuze aufgehängt, die gut genutzt werden. Außerdem brütet im benachbarten Moor der Schwarzspecht. Durch den Lärm der Bauarbeiten könnten diese seltenen Arten verscheucht werden.

Die Beteiligungsphase läuft noch bis 4. Februar, auch die Bürgerinitiative kündigte an, Anregungen einzureichen.

kau

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