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Amoklauf in München: Wolfsburger sind geschockt

Wolfsburg Amoklauf in München: Wolfsburger sind geschockt

Wolfsburg. Der Amoklauf am Freitagabend mit insgesamt zehn Toten in München schockiert Wolfsburger Politiker. Sie warnen aber gleichzeitig vor blindem Aktionismus und Schuldzuweisungen und rufen zur Besonnenheit in der Politik auf.

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München trauert: Neun Menschen erschoss der 18-jährige Amokläufer am Freitagabend in einem Einkaufszentrum - am Wochenende legten viele Bürger Blumen nahe des Tatorts nieder.

Quelle: dpa

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Günter Lach stellt aber sofort klar: „München zeigt wieder einmal, dass es keine hundertprozentige Sicherheit gibt. Die Verunsicherung in der Bevölkerung ist gerade bei Großveranstaltungen zu spüren“, so das frühere Mitglied im Bundestags-Innenausschuss. „Deshalb müssen alle Sicherheitsbehörden enger vernetzt werden.“

Für ihn sei auch das Thema Vorratsdatenspeicherung noch nicht vom Tisch: „Man muss bestimmte Daten für eine bestimmte Zeit einfach speichern dürfen“, meint Lach.

Auch die SPD-Landtagsabgeordnete Immacolata Glosemeyer macht der Münchner Amoklauf traurig und sehr nachdenklich: „Ich glaube, wir müssen unsere Präventionsmöglichkeiten für junge Menschen ausbauen. Wir müssen jungen Menschen mit psychischen oder anderen Problemen - wie der Täter von München - früh genug Hilfe anbieten“, sagt Immacolata Glosemeyer. Schon auf kommunaler Ebene, auch in Wolfsburg. Vielleicht könne man so rechtzeitig Schlimmeres verhindern.

Die Wolfsburger CDU-Landtagsabgeordnete Angelika Jahns sieht es ähnlich: „Alle Politiker müssen sich gemeinsam Gedanken darüber machen, wie man präventiv tätig sein kann.“ Aber sie sieht außerdem auch alle Bürger in der Pflicht: „Wir müssen uns wieder mit mehr Respekt begegnen und uns wieder mehr um unsere Nachbarn kümmern.“ Ihr fehle es in der heutigen Zeit oft an Mitgefühl und Menschlichkeit in der Gesellschaft.

Allerdings mache sie sich keine Illusionen: Taten wie die in München könne man auch in Zukunft nicht zu 100 Prozent verhindern, meint Angelika Jahns abschließend.

von Carsten Bischof

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