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Alltägliches wird zur Kunst

Dänischer Künstler stellt im Kunstverein aus Alltägliches wird zur Kunst

Alt-Wolfsburg. Mit der Umwandlung von Alltäglichem zu Kunst beschäftigt sich der Kunstverein 2017 in verschiedenen Ausstellungen. Im Werk des dänischen Künstlers Dan Stockholm taucht dieses Phänomen oft auf.Das zeigt seine Schau „In A Hundred Years All Will Be Forgotten“, die heute um 19 Uhr im Schloss eröffnet wird.

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Neue Ausstellung im Kunstverein: Dan Stockholm richtet die roten Ziegelsteine aus, sie zeigen die Abdrücke seiner eigenen Hände – in verkleinertem Maßstab.Foto: Roland Hermstein

Quelle: Roland Hermstein

Alt-Wolfsburg. Ein zentrales Thema in Stockholms Arbeiten ist seit einigen Jahren das Haus seines Vaters, der vor dreieinhalb Jahren starb. Der plötzliche Tod war ein „tragischer Moment“ für ihn. Um die Trauer zu verarbeiten und sich von dem Ort zu verabschieden, an dem er aufwuchs, tastete er das Haus Stück für Stück ab. Von dieser Performance entstand ein Video, das der Kunstverein in seinem „Raum für Freunde“ zeigt.

Beim Abtasten entstanden Abdruck-Objekte wie die Negativformen von Stockholms zerschundenen Händen. Diese Gipsabdrücke montierte der Künstler auf Gerüstteile, die im Kunstvereinsraum stehen. So entsteht ein Wald aus lauter Gerüststangen.

In direkter Nachbarschaft stehen die handgefertigten Ziegelsteine aus ungebranntem roten Ton - auch sie beschäftigen sich mit dem Tod von Stockholms Vater. Auch das Haus des Vaters war aus roten Steinen. Der Künstler verwendete für die Ziegelsteine die Negativformen seiner Hände: Er drückte sie in Ton und wandelte sie so in Positivformen um. Die Steine sind im doppelten Sinne Handarbeit, weil sie per Hand entstanden sind und seine Hände abbilden, die wegen der Größe übrigens wie Babyhände aussehen. „Sie sind verkleinert“, erklärt Stockholm.

Ein anderer alltäglicher Gegenstand, den der Däne in Kunst umwandelt, ist die „Ewige Flamme“. Das Mahnmal der Landsmannschaften gegen Flucht und Vertreibung in Berlin thematisiert er in Skulpturen, die aus Papier bestehen, die Rußspuren haben. Die entstanden durch die Kerze, die der Künstler an der Ewigen Flamme entzündete.

  • Die Ausstellung ist vom 24. Februar bis 16. April im Kunstverein im Schloss zu sehen.

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