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Stadt Wolfsburg Allersee: Stadt baut Schwimmkette und Gänse-Zaun wieder ab
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Allersee: Stadt baut Schwimmkette und Gänse-Zaun wieder ab
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00:18 28.07.2018
Leider wirkungslos: Mittlerweile wurden die Hindernisse für Graugänse wieder abgebaut. Quelle: Boris Baschin
Wolfsburg

Bei der Bekämpfung der Wildgänseplage kommt die Stadt Wolfsburg nur im Gänseschritt voran: Ihr Pilotprojekt am Allersee mit Schwimmkette und blickdichtem Zaun ist zwar gescheitert, aber ein weiterer Zaun am Neuen Teich in der Nordstadt scheint zu fruchten. Das könnte WAZ-Leserin Sandra Lüttich gefallen – denn sie ist entsetzt, dass an der Schlosskreuzung viele Gänse von Autofahrern totgefahren werden.

Im Frühjahr hatten Stadt und Nabu gemeinsam am Allersee-Südufer probeweise eine Schwimmkette im Wasser und einen blickdichten Zaun auf dem Ufer installiert (WAZ berichtete). Ziel war es, das Gebiet mit den Hindernissen für die Gänse so unattraktiv wie möglich zu machen.

Graugänse am und im Allersee: Bisher ist gegen die vielen Tiere kein Kraut gewachsen. Quelle: Andrea Müller-Kudelka

„Das hat leider nicht funktioniert“, sagt Michael Kühn, Naturschutzbeauftragter der Stadt und Nabu-Chef. „Kette und Zaun wurden wieder entfernt.“ Denn: Die Tiere hätten ihr Verhalten nicht geändert. Wobei Kühn Zweifel hat, dass sich Gänse überhaupt von derartigen Maßnahmen beeindrucken lassen: „Sie haben sich an den Menschen angepasst. In Badegästen sehen sie keine Gefahr, es gibt genügend zu fressen – also bleiben sie.“

Einen Erfolg meldet die Stadt hingegen vom Neuen Teich in der Nordstadt: „Dort wurde 2017 zwischen Neuem Teich und Schulenburgallee zur Absicherung ein Zaun errichtet. Diese Abzäunung hat sich bewährt.“ Zum eine gebe es dort weniger Jungtiere, zum anderen laufen die Gänse laut Michael Kühn am Neuen Teich kaum noch auf die Fahrbahn. Ein weiterer Zaun zwischen Aller und Allersee soll die Flächen dazwischen für die Gänse unattraktiv machen: „Der Erfolg dieser Maßnahme wird sich nächstes Jahr zeigen.“

Graugänse auf dem Berliner Ring: Auch am Schillerteich könnte es eine Absperrung in Richtung Straße geben. Quelle: Kevin Nobs

Entsetzt ist WAZ-Leserin Sandra Lüttich von der Zahl der an der Schlosskreuzung im Verkehr getöteten Gänse: „Ich habe allein in den letzten drei Wochen sechs gezählt.“ Ihr Vorschlag: Ein Schutznetz am Straßenrand, so dass die Gänse nicht auf die Straße laufen können. Nabu-Vorsitzender Michael Kühn nickt: „Vielleicht wäre eine Abzäunung wie am Neuen Teich auch für den Schillerteich und die Schlosskreuzung eine Option.“ Er werde darüber mit der Stadt beraten.

Von Carsten Bischof

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