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Stadt Wolfsburg Alkoholverbot und Ratlosigkeit
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Alkoholverbot und Ratlosigkeit
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21:02 13.05.2018
Jubel im Kaufhof: Auch hier fieberten die Fans mit. Quelle: Kevin Nobs
Wolfsburg

Die Sicherheitsvorkehrungen zum Fußballspiel des VfL Wolfsburg gegen den 1. FC Köln stellten auch die Fans vor manche Herausforderung. Genau wie später das Ergebnis: Angesichts des anstehenden Ganges in die Relegation wussten viele VfL-Anhänger nicht, ob sie sich nun freuen oder ärgern sollen.

Die Bannmeile für Alkohol um die VW-Arena sorgte bei den Tankstellen für gute Geschäfte – bei Esso, Aral und Shell glühten viele Fans fürs Spiel vor. Andere hatten gar nicht mitbekommen, dass an und in der Arena Alkoholverbot herrschte. „Wirklich? Uns hat keiner angesprochen“, staunte ein 36-Jähriger. Er und seine Kumpel standen mit Bierflaschen vorm Stadion.

Die Besatzung des Hubschraubers der Bundespolizei, der unablässig über der Stadt kreiste, wird’s nicht gesehen haben.

Polizist drückte an der VW-Arena beide Augen zu

Eine Herausforderung war das Erreichen des eigenen Sitzplatzes. Hintergrund: Die Fangruppen wurden so strikt getrennt, dass Personen im Köln-Shirt nicht durch den Wolfsburger Bereich zu ihrem Eingang durften – andersrum galt das genau so. Mancher erkennbare Fan musste weite Umwege in Kauf nehmen, um nicht mit dem „Gegner“ in Kontakt zu geraten. Hier und da drückten Polizisten aber beide Augen zu. Ein Beamter außerhalb der Arena zu einem VfL-Fan: „Nimm die Mütze ab, mach’ die Jacke über dem Trikot zu, dann kannst Du durch den Kölner Bereich zu Deinem Eingang.“ Der Wolfsburger nahm’s dankbar an.

Einer für Wolfsburg, einer für Köln: Der eine durfte in seinem Outfit nicht in den Fanbereich des jeweils anderen. Quelle: Kevin Nobs

So erbaulich der 4:1-Sieg für die Wolfsburger war, so wenig wussten viele damit anzufangen. Massimo Spallino hatte das Spiel im Kaufhof angeschaut. „Soll ich mich jetzt freuen? Gegen Kiel wird es richtig schwer“, so der 29-Jährige. Renate Ehrmann (52) meint: „Wenn der VfL gegen Kiel so spielt wie gegen Köln, schafft er es. Die Frage ist, ob die Spieler das hinkriegen.“

Oberbürgermeister: Relegation ist für den VfL bitter

Und noch einer fühlt sich angesichts des Ausgangs des letzten Spieltags nicht wohl: Oberbürgermeister Klaus Mohrs. „Dass die Männer des VfL nun die zweite Saison in Folge in die Relegation müssen, ist bitter“, sagt das Stadtoberhaupt. Und weiter: „Als begeisterter Sportfan und Aufsichtsratsmitglied leide ich mit.“ Um den Gang in die zweite Bundesliga abzuwenden, dürfe man den Kopf jetzt nicht in den Sand stecken. Spieler, Verein und Fans müssten laut Mohrs „gemeinsam mit aller Leidenschaft gegen den Abstieg kämpfen“.

Von Kevin Nobs

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