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Stadt Wolfsburg So wollen sie Straßenkindern helfen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg So wollen sie Straßenkindern helfen
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09:06 21.09.2018
Zwischenstation in Wolfsburg: Eine Gruppe um Sabrina Tophoven (4.v.r.) läuft nach Berlin – damit will sie auf die Not von Straßenkindern aufmerksam machen. Quelle: Sebastian Bisch
Stadtmitte

Als Deutschlands jüngstes Straßenkind wurde Sabrina Tophofen bundesweit bekannt. Mit zehn Jahren riss sie aus einem Heim aus, der Vater hatte sie massiv missbraucht, die Mutter prügelte. Sechs Jahre lebte die heutige Buchautorin in Köln auf der Straße. Das ist über 20 Jahre her, doch das Schicksal von Straßenkindern lässt sie nicht los. Gerade organisierte sie einen Lauf von Krefeld nach Berlin, um auf das Schicksal von Straßenkindern aufmerksam zu machen, gestern machte sie mit ihrer Gruppe Station in Wolfsburg.

Wolfsburger sehr aufgeschlossen bei dem traurigen Thema

Mit Megafon und Gesang zog die Gruppe durch die Innenstadt, viele Passanten blieben stehen – und waren freundlich. Das war schön, sagt Sabrina Tophofen: „Bei meinem letzten Besuch in Wolfsburg hatten mich die Menschen unterkühlt und abweisend empfangen, das war diesmal ganz anders.“ Sie sei „überwältigt, wie aufgeschlossen die Wolfsburger bei dem traurigen Thema“ seien.

Stadt will Ombudsstellen für junge Menschen schaffen

Auf dem Rathausvorplatz begrüßte Stadträtin Iris Bothe die Aktivisten. Sie hat viel Verständnis für deren Anliegen. Denn Kinder, die auf der Straße landeten, seien oft Opfer. Deshalb will die Stadt Ombudsstellen schaffen, „an die sich junge Menschen wenden können, wenn sie sich nicht richtig behandelt fühlen“, so Bothe. „Kinder leben nicht auf der Straße, weil sie sich nicht an Regeln halten wollen“, sagt Sabrina Tophofen, die ihr Schicksal in einem Buch aufgeschrieben hat. Die Gründe seien oft Gewalt und Missbrauch. Die Gesellschaft müsse diese Kinder wahrnehmen – und respektieren. Das sei ein Akt von Menschlichkeit. „Wir fordern nichts, wir wollen für das Thema sensibilisieren.“

Das Ziel der Gruppe ist Berlin

Deshalb marschiert die Gruppe 750 Kilometer, Ziel ist am 28. September Berlin, dort tagt die Straßenkinder-Bundeskonferenz, zu der auch Bundes-Familienministerin Franziska Giffey kommen will. Die Konferenz findet zum vierten Mal statt – seit der ersten Auflage sei viel passiert, sagen die Aktivisten.

Von Sylvia Telge

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