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Airbus-Piloten mit Laserpointer geblendet

Wolfsburg Airbus-Piloten mit Laserpointer geblendet

Unglaublich: In Wolfsburg hätte es um ein Haar zu einem verheerenden Flugunglück kommen können. Die beiden Piloten eines Airbus A 320 mit 157 Passagieren an Bord wurden beim Überfliegen der VW-Stadt vor zehn Tagen am späten Abend von einem offenbar extrem starken Laserpointer geblendet.

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Unglaublich: In Wolfsburg hätte es um ein Haar zu einem Flugunglück kommen können, nachdem zwei Airbuspiloten von einem Laserpointer geblendet wurden.

Quelle: Archiv (2)

Nach der glücklichen Landung in Hannover mussten sich beide Piloten sofort in ärztliche Behandlung begeben – ihnen geht es zum Glück gut.

Der Airbus mit der Condor-Flugnummer DE 1693 war am Sonntag, 17. Juli von Heraklion (Griechenland) unterwegs nach Hannover. Gegen 23.30 überflog die Maschine, bereits im Landeanflug, Wolfsburg – plötzlich wurden die Piloten von dem grünen Laserpointer geblendet. „Nach Recherchen der Flugsicherung kam der Strahl aus dem westlichen Wolfsburger Stadtgebiet“, sagt Polizeisprecher Thomas Figge. „Nicht auszudenken, wenn die Piloten das Flugzeug nicht mehr sicher hätten landen können.“

Das konnten sie wenige Minuten später in Hannover, die sofortige ärztliche Untersuchung erbrachte nach bisherigem Stand keine Verletzungen. Die 157 Passagiere bekamen von dem Vorfall nichts mit.

Es gehe keinesfalls um einen Dumme-Jungen-Streich, stellt Figge klar: „Hier wurde das Leben von 159 Menschen leichtfertig riskiert!“ Die Tat sei ein gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr, der mit sechs Monaten bis zehn Jahren Haft geahndet wird. Doch zunächst muss die Polizei den oder die Täter ermitteln. Wer irgendetwas zu der gefährlichen Attacke sagen kann, sollte sich unter Telefon 05361/46460 bei der Polizei melden.

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Dummheit oder Absicht?

ein Kommentar von Claudia Jeske

Warum tut man so etwas? Unbekannte haben mit einem Laserpointer einen Airbus-Piloten geblendet und so das Leben von 157 Passagieren riskiert. War es Dummheit gepaart mit Unwissenheit oder doch Absicht?

Womöglich ahnten die Laserpointer-Nutzer gar nicht, das so ein kleines Gerät eine Reichweite von bis zu 100 Kilometer haben kann, als sie damit rumhantierten.

Sollten sie es aber doch gewusst und vorsätzlich auf das Flugzeug am Wolfsburger Nachthimmel gezielt haben, kann man nur hoffen, dass sie ermittelt und bestraft werden.

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