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AfD-Kandidatin gespalten: „Persönlich zufrieden, im Land nicht“

Stephanie Scharfenberg AfD-Kandidatin gespalten: „Persönlich zufrieden, im Land nicht“

Die AfD-Direktkandidatin Stephanie Scharfenberg erhielt in Wolfsburg 8,1 Prozent der Erststimmen, ihre Partei schnitt sogar noch etwas besser ab. Die Freude bei der Alternative für Deutschland wurde allerdings durch das Ergebnis auf Landesebene geschmälert.

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AfD-Direktkandidatin Stephanie Scharfenberg (Mitte): Zufrieden mit dem persönlichen Ergebnis

Quelle: Boris Baschin

Wolfsburg. Sollte sie nun lachen oder weinen? Bei AfD-Direktkandidatin Stephanie Scharfenberg war die Gemütslage eindeutig gemischt. „Mit meinem persönlichen Ergebnis bin ich sehr zufrieden“, sagte die Wolfsburger Ratsfrau, die 8,1 Prozent der Erststimmen bekam. „Im Land hätte ich mir schon ein paar Prozentpunkte mehr erhofft.“

8,2 Prozent für die AfD in Wolfsburg, etwa sechs im Land – war das nach dem Erfolg bei der Bundestagswahl vor drei Wochen nun ein Schritt zurück? „Das Wichtigste ist doch erst einmal, dass wir im Landtag dabei sind“, sagte Scharfenberg. Sie selbst habe ohnehin keine Karriere als Berufs-Politikerin angestrebt: „Ich sehe die Arbeit an der Basis als eminent wichtig an.“ In den letzten Wochen habe sie sich den Wählern als „ganz normaler Mensch“ gezeigt, mit dem man reden und diskutieren könne. Diese Basisarbeit wolle sie weiter leisten – auch wenn das manchmal nicht einfach sei. Wenn Leute an der Parteispitze mal wieder „eine dumme Bemerkung“ machten, „dann reißen die mit dem Hintern das ein, was wir hier aufbauen.“

Auf dem Landesergebnis aufbauen kann man aus Sicht von AfD-Kreisverbandschef Thomas Schlick: „Die Linken raus, wir rein, das ist ein Trost.“ Warum es nicht zu einem Ergebnis wie vor drei Wochen gereicht hat, müsse nun analysiert werden. Einen AfD-Abgeordneten aus Wolfsburg hält er künftig für möglich: „Langfristig könnte ich mir vorstellen, mehr Verantwortung zu übernehmen und Wolfsburg Gewicht zu geben in Land und Bund.“

Von Ulrich Franke

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