Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Ärgernis: Phaeno wird ungewollt zum Parkplatz für Fahrräder

Wolfsburg Ärgernis: Phaeno wird ungewollt zum Parkplatz für Fahrräder

Wolfsburg. Für alle, die es wirklich nicht wissen: Nein, das Metallgeländer auf dem Phaeno-Vorplatz ist kein moderner Fahrradständer. Es wir nur so benutzt. „Das stört uns natürlich“, sagt Phaeno-Sprecherin Martina Flamme-Jasper. Doch was tun?

Voriger Artikel
Fahrgastgespräch bei der WVG: Betriebsführungen anbieten?
Nächster Artikel
Grundschul-Turnhalle: Sportbetrieb läuft wieder

Ärgernis: Viele Bahn-Pendler nutzen das Geländer auf dem Phaeno-Vorplatz als Fahrradständer.

Quelle: Britta Schulze

Nur wenige Phaeno-Besucher reisen mit dem Rad an - ihnen stehen hinter dem Wissenschaftsmuseum reguläre Fahrradbügel zur Verfügung. Das Geländer auf dem Vorplatz soll dagegen eigentlich nur dazu dienen, Gäste optisch in Richtung Gebäude zu leiten. „Die Räder, die dort täglich angeschlossen werden, entfernen zu lassen, wäre ein relativ großer Akt“, sagt Flamme-Jasper. Außerdem gehöre das Grundstück offiziell der Stadt.

Sowohl mit der Stadt als auch mit der Bahn habe das Phaeno-Team schon mehrere Gespräche geführt - denn nach eigenen Beobachtungen, so Flamme-Jasper, handele es sich bei den Besitzern der Räder zu 80 Prozent um Bahn-Pendler. Bisher zeigten diese Gespräche jedoch keinen sichtbaren Erfolg. Die Bahn sieht die Stadt in der Zuständigkeit. Und die Stadt verweist auf genügend andere Abstellmöglichkeiten im Umkreis.

Am Bahnhof selbst gibt es laut Stadt 246 Ständer, hinzu kämen von der WMG bewirtschaftete Boxen, die gemietet werden können. „Bisher wurde von restriktiven Maßnahmen abgesehen und verstärkt auf eine Angebotsverbesserung als Alternative gesetzt“, sagt Stadtsprecher Ralf Schmidt. So wurde gegenüber des ehemaligen Job-Centers eine neue Abstellanlage geschaffen. „Sie bietet Platz für 157 Fahrräder und liegt in direkter Sichtbeziehung nur knapp 150 Meter vom Haupteingang des Bahnhofs entfernt“, sagt Schmidt. Nur benutzt wird sie offenbar kaum.

Martina Flamme-Jasper hofft, dass Hinweisschilder aufgestellt werden - möglichst gleich in Verbindung mit einem Verbot für das Anschließen am Phaeno. „Und auch der Bereich am neuen Gleis 9 am Bahnhof soll ja noch gestaltet werden. Dort könnten weitere Bügel installiert werden“, schlägt sie vor.

amü

Fahrradständer am Bahnhof

ein Kommentar von Andrea Müller-Kudelka

Ich war vor einigen Tagen noch im Urlaub in Amsterdam. Dort stehen tausende Fahrräder am Hauptbahnhof – und zwar ganz ordentlich an den zahlreichen Abstell-Einrichtungen. Die gibt es dort sogar doppelstöckig, direkt vor dem Bahnhofseingang am ausgewiesenen Rad-Schnellweg, der breiter ist als hierzulande einige Straßen.

Dazulernen müssen in Deutschland offensichtlich sowohl Städte als auch Radfahrer, wenn die Nutzung von alternativen Verkehrsmitteln auf Dauer besser laufen soll. Obwohl: Ich kann sogar nachvollziehen, dass das Geländer am Phaeno von vielen als eine Art Radbügel identifiziert wird. So hat es zumindest nicht nur einen optischen Wert, sondern gewinnt an Sinn.

Wenn das nicht gewollt ist, muss man allerdings wohl akzeptierbare Alternativen schaffen UND deutlich darauf hinweisen. Ob Verbotsschilder ein schönerer Anblick sind als Räder, ist dabei Ansichtssache...

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Wolfsburg
VW-Promi-Fahrsicherheitstraining

Was halten Sie von einem Handy-Warnsystem für Bürger?

Kommunalwahl in Wolfsburg am 11. September 2016

Am 11. September sind die Wolfsburger aufgerufen, über die Zukunft ihrer Stadt zu entscheiden. mehr

Hier ist tierisch was los! Die WAZ hat eine neue Serie gestartet: „Mein Haustier“. Wer seinen Liebling gern in der Zeitung vorstellen möchte, hat jetzt die Gelegenheit dazu. mehr

Wolfsburg Plus - Das Wirtschaftsmagazin für Wolfsburg. Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe: Auf der Waagschale! Über den schwierigen Prozess der Unternehmensbewertung. mehr