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Ärgernis: Nur eine Straßenseite bekommt Parkausweise

Rothenfelder Straße Ärgernis: Nur eine Straßenseite bekommt Parkausweise

Im Niemandsland zu wohnen, kann schon mal locker 100 Euro im Monat kosten. So jedenfalls ergeht es Anwohnern in der Rothenfelder Straße, die seit Jahr und Tag fleißig Knöllchen sammeln.

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Ärgern sich über die unsinnige Parkregelung in der Rothenfelder Straße: Desirée Gerecke, Bernd Przybilla und Anneliese Jentschke (v.l.).

Quelle: Roland Hermstein

Wolfsburg-Innenstadt. Das Problem der Anwohner: Hausparkplätze gibt es bei ihnen nicht - und einen Anspruch auf einen Anwohner-Parkausweis haben die Mieter erstaunlicherweise nicht.

Bernd Przybilla hat Pech mit der letzten Ziffer seiner Hausnummer. Er wohnt in Nummer 39, auf der Seite des Amtsgerichts. Würde er gegenüber in der Nummer 38 wohnen, hätte er Anspruch auf einen Parkbewohner-Ausweis - auf seiner Seite ernten die Antragsteller im Rathaus nur ein müdes Kopfschütteln. „Das kann doch alles nicht mehr wahr sein“, ärgert sich der 56-Jährige. Ähnlich geht es Nachbarin Desirée Gerecke: „Als ich noch Azubi war, habe ich es einmal auf 150 Euro für Knöllchen in einem Monat gebracht.“

Notgedrungen. Seit Jahren hoffen die Bewohner, dass ihr Vermieter endlich die lang diskutierten Parkplätze auf der Wiese hinter der Häuserzeile schafft, schrieben jetzt auch eine Petition mit vielen Unterschriften; passiert ist bisher nichts. Und so stehen die verzweifelten Mieter auf Parkplätzen, ohne einen Parkschein zu ziehen, oder auf Grünstreifen; die Knöllchen kommen so sicher wie das Amen in der Kirche. „Wenn ich noch ein Auto hätte, wäre ich schon wahnsinnig geworden“, sagt Anneliese Jentschke (82). Statt ihr blecht der Sohn: „Wenn der mich zum Kaffee besucht, hat er hinterher ein Knöllchen mit zehn Euro.“

Denn: Die geraden Nummern der Rothenfelder Straße 22 bis 38 gehören zur Parkbewohnerzone B, die ungeraden Hausnummern nicht. So sei es einmal vor langer Zeit vom Rat festgelegt werden, erklärt die Verwaltung das Kuriosum. Dass diese Einteilung heute „unter Umständen nicht mehr sinnvoll erscheint“, räumt auch Stadt-Sprecher Ralf Schmidt ein. Weil es ähnliche Probleme auch an anderen Stellen gebe, werde zurzeit das Konzept für die gesamte Innenstadt überarbeitet. Das werde noch ein wenig dauern - „und bedingt nicht zwangsläufig eine Aufnahme der fehlenden Hausnummern“, warnt die Stadt vor allzu großen Hoffnungen.

fra

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