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Stadt Wolfsburg Ärger um Aufenthaltsgenehmigung
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Ärger um Aufenthaltsgenehmigung
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18:00 05.08.2016
Müssen wohl mehrere Monate voneinander getrennt leben: Serafino und Ekatarina Nastasi.
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Die russische Staatsbürgerin müsse beim deutschen Konsulat in Moskau einen Antrag auf Familienzusammenführung stellen. Hoffnungsschimmer: Die Wahrscheinlichkeit, dass sie dauerhaft in Wolfsburg leben darf, ist überaus hoch.

Doch der Reihe nach: Serafino Nastasi und Ekatarina Katasheva haben sich im Oktober 2015 während eines Urlaubs in Ägypten kennen gelernt. Am 10. Mai haben sie in Dänemark geheiratet - „weil es ein bisschen leichter ist als in Deutschland“, sagt Nastasi. Seitdem lebt seine Frau bei ihm, sie hat ein dreimonatiges Besuchervisum. Das wurde allerdings von der spanischen Botschaft in Moskau ausgestellt. Spanisches Visum, Hochzeit in Dänemark - das macht`s kompliziert: „Weil die Voraussetzungen für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nicht im Bundesgebiet, sondern in Dänemark entstanden sind, darf der Frau aus rechtlichen Gründe ohne vorherige Ausreise aus dem Bundesgebiet kein Aufenthaltstitel gewährt werden“, sagt Ralf Schmidt, Sprecher der Stadt Wolfsburg. Sie müsse bei einer deutschen Auslandsvertretung in der Russischen Förderation einen Antrag auf Familienzusammenführung stellen. Dem müsse dann die Ausländerbehörde zustimmen.

„Rein rechtlich ist das in Ordnung“, sagt Salim Zaizaa, der Rechtsanwalt der Nastasis. „Allerdings hat die Ausländerbehörde einen Ermessensspielraum.“ Das heißt: Sie hätte den Umweg über das deutsche Konsulat vermeiden können. „Das hätte Zeit und Geld gespart“, so Zaizaa. „Jetzt weiß Serafino Nastasi nicht, wann er seine Frau wiedersieht.“

Sie will am 11. August nach Russland fliegen, um alle Formalitäten zu erledigen. Laut Stadt entscheidet das Konsulat innerhalb von sechs bis acht Wochen über ihren Antrag. Rechtsanwalt Zaizaa hat andere Erfahrungen gemacht: „Es dauert rund sechs Monate.“ Zeit, in der das junge Paar getrennt ist.

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