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Stadt Wolfsburg Ärger in Westhagen: Zunehmende Verkehrsbelastung
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Ärger in Westhagen: Zunehmende Verkehrsbelastung
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17:00 11.12.2017
Stralsunder Ring: Bürger und Politiker klagen über die zunehmende Verkehrsbelastung.  Quelle: Britta Schulze
Westhagen

 Das Thema ist ebenso uralt wie brandaktuell. Seit Jahr und Tag klagen Bürger und Politik in Westhagen über unzumutbare Verkehrsbelastungen des Dresdner Rings und noch mehr des Stralsunder Rings. Noch will der Ortsrat das Thema erneut auf die Tagesordnung bringen – mit einer Unterschriftensammlung und der dringenden Forderung an die Politik, sich der Problematik endlich anzunehmen.

Es muss endlich etwas passieren!

Denn viele der Betroffenen beschleicht ein ungutes Gefühl, das Gudrun Krempel (SPD) in Worte fasst: „Wir haben den Eindruck, dass man uns im Rathaus nicht Ernst nimmt. Da kümmert sich niemand, da redet keiner mit uns.“ Ein Eindruck, den Ortsbürgermeisterin Ludmilla Neuwirth (CDU teilt. Ihr konkretes Beispiel: „Anfang 2017 haben wir den Antrag auf ein Nachtfahrverbot für Lastwagen gestellt. Auf die Antwort warten wir bis heute.“ Für sie steht fest: „Anfang des Jahres müssen wir mit der Verwaltung eine Arbeitsgruppe oder einen runden Tisch einrichten, wie auch immer. Es muss einfach endlich etwas passieren!“ Ihrer Fraktionskollegin Mariann Spannuth platzt so langsam der Kragen: „Als es zuletzt die Baustelle auf der A 39 gab, haben wir hier die Hölle erlebt. Stundenlang bestand Westhagen aus einer endlosen Autokolonne, die Anwohner kamen gar nicht mehr raus. Die Verwaltung muss endlich unsere Bürger schützen.“

Stadt legte 2016 Zählung vor

Das Problem ist ebenso alt wie schwierig zu lösen. Viele Autofahrer nutzen den schmalen Stralsunder Ring als Ausweichstrecke, wenn auf der A39 und drumherum Stau ist. Mit der Einführung der Maut und geänderten Verkehrsführungen habe sich das Problem in den letzten Jahren verschärft. Dennoch legte die Stadt 2016 eine Zählung vor, nach der der Verkehr nicht zugenommen habe – im Vergleich zu 2015. „Das ist uns allen sauer aufgestoßen“, sagt Raffaele Morra (PUG). 2015 sei es natürlich schon genau so schlimm gewesen, „und es wird schlimmer und schlimmer.“

Kleiner Hoffnungsschimmer ist eine neue Verkehrszählung der Stadt, deren Ergebnisse nächstes Jahr analysiert werden sollen. „Vielleicht haben wir dann eine bessere Grundlage, um über Änderungen zu diskutieren“, hofft Christa Westphal-Schmidt (SPD). Ob Nachtfahrverbot für Lkw, generelle Lastwagen-Verbote oder eine komplette Zone nur für Anlieger – Forderungen und Ideen gibt es genug. „Aber ein brauchbares Konzept muss die Verwaltung erarbeiten – nicht wir“, fordert Marianne Spannuth.

Von Ulrich Franke

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