Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Ärger in „Birkenheide“: Bauherr darf nicht bauen

Wolfsburg Ärger in „Birkenheide“: Bauherr darf nicht bauen

Bernd Rummel versteht die Welt nicht mehr: Gemeinsam mit seinem Sohn hat er jetzt am Fuhrenkamp (Promilleweg), nördlich des Boxerclub-Geländes, ein Grundstück samt Haus gekauft. Guten Gewissens stellte er den Bauantrag für den Neubau des Hauses - und bekam eine Ablehnung der Stadt.

Voriger Artikel
3500 Euro für gesunde Ernährung
Nächster Artikel
Straßensperrung in der Innenstadt: Megastau in Wolfsburg

Kein Baurecht für Bernd Rummel? Statt eines Hauses darf er nur eine Gartenlaube bauen. Auf anderen Grundstücken stehen sehr wohl größere Gebäude.

Quelle: Photowerk (bs)

Begründung: Dort sei nur ein Gartenhäuschen mit maximal 24 Quadratmetern Fläche erlaubt. Dabei stehen dort überall deutlich größere Häuser.

Laut Stadt Wolfsburg handelt es sich bei der Fläche nördlich des Hundeplatzes um „Kleingärten“, genaue Bezeichnung: „Birkenheide“. Dass es eine 24-Quadratmeter-Begrenzung gibt, wusste Rummel nicht: „Dort stehen Häuser, die deutlich größer zu sein scheinen.“

Dasselbe Problem gibt es auf der anderen Straßenseite: In der dortigen „Heidkämpe Süd“, so die Stadt, seien lediglich „Kleingarten oder kleingartenähnliche Nutzungen“ zulässig. „Die maximale Gartenhausgröße ist mit 60 Quadratmetern festgesetzt“, sagt Ralf Schmidt, Sprecher der Stadt. Die Größe sei jedoch abhängig von der Grundstücksgröße, maximal sieben Prozent dürften überbaut werden.

Für beide Bereiche gibt es gültige Bebauungspläne, der für die „Birkenheide“ datiert von 1984.

Viele Gartenbesitzer scheinen sich an die Vorgaben nicht gehalten zu haben, manches Haus erscheint deutlich größer. „Hinzu kommt, dass irgendwann Wasser-, Abwasser-, Strom- und Telefonleitungen verlegt worden sind“, sagt Bernd Rummel. Auch Post und Müllabfuhr kämen regelmäßig. Für ihn gleicht das Gebiet eher einer Wohnsiedlung als Kleingärten. „Die Stadt sucht Platz für Wohngebiete“, so Rummel. „Warum macht sie aus Birkenheide und Heidkämpe nicht offiziell Wohngebiete?“

Für Vorsfeldes Ortsbürgermeister Günter Lach ist diese Problematik nicht neu: „Sie war mehrfach Thema im Ortsrat.“ Deshalb will er sich jetzt gemeinsam mit Vertretern der Stadt das Gebiet ansehen. Eigentlich sollten dort Kleingartenparzellen und Grabeland vorherrschen, doch offenbar entstünden dort „immer größere Lauben...“ Deshalb, so Ralf Schmidt, müsse das Baurecht „für eine mögliche Entwicklung“ angepasst werden.

bis

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Wolfsburg
VW-Promi-Fahrsicherheitstraining

Was halten Sie von einem Handy-Warnsystem für Bürger?

Kommunalwahl in Wolfsburg am 11. September 2016

Am 11. September sind die Wolfsburger aufgerufen, über die Zukunft ihrer Stadt zu entscheiden. mehr

Hier ist tierisch was los! Die WAZ hat eine neue Serie gestartet: „Mein Haustier“. Wer seinen Liebling gern in der Zeitung vorstellen möchte, hat jetzt die Gelegenheit dazu. mehr

Wolfsburg Plus - Das Wirtschaftsmagazin für Wolfsburg. Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe: Auf der Waagschale! Über den schwierigen Prozess der Unternehmensbewertung. mehr