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Abschied von der Autostadt: Wachs holte die Welt hierher

Geschäftsführer geht Abschied von der Autostadt: Wachs holte die Welt hierher

17 Jahre lang stand Otto Ferdinand Wachs an der Spitze der Autostadt, jetzt geht der 60-Jährige in Pension: 350 geladene Gäste bereiteten ihm im Zeithaus der Autostadt einen würdigen Abschied.

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Die Autostadt in Glas: Abschiedsgeschenk von Uwe Baunack (r.) an den scheidenden Autostadt-Geschäftsführer Otto F. Wachs.

Quelle: Roland Hermstein

Wolfsburg.

Die Welt nach Wolfsburg zu bringen – „nur diesen kleinen Auftrag“ habe Wachs seinerzeit gehabt, als sich VW zum Bau der Autostadt entschloss, erinnerte Oberbürgermeister Klaus Mohrs. Entwickelt habe sich damit einer der wichtigsten Veränderungsprozesse für die ganze Stadt, an deren Ende endlich eine Brücke über den Kanal entstanden sei – „nicht nur im physikalischen Sinne“.

Am Anfang stand eine Vision, blickte Aussichtsratschef Hans Dieter Pötsch zurück. Herausgekommen sei mit der Autostadt „das offene und sympathische Gesicht von Volkswagen“ und eine emotionale Bindung zwischen Kunde und Konzern, „wie wir sie gerade heute so dringend brauchen.“ So wie die Autostadt VW ein Gesicht gegeben habe, sei Otto F. Wachs das Gesicht dieser Autostadt gewesen.

Ob VW-Chef Matthias Müller oder Betriebsratsboss Bernd Osterloh, Chefarchitekt Gunter Henn oder IHK-Präsident Olaf Kahle, ob Journalist Manfred Bissinger oder Uwe Baunack aus dem neuen Führungstrio der Autostadt – sie alle schilderten Wachs als zwar leicht hanseatisch unterkühlten, streitbaren Weggefährten, der sich aber durch hohe soziale Kompetenz und Unbeirrbarkeit auf seinem Weg ausgezeichnet habe.

Insgesamt 30 Jahre lang bei VW, war Wachs in den letzten 17 Jahren das Gesicht der Autostadt schlechthin. Sein Dank galt Ex-VW-Patriarch Ferdinand Piech, „ohne dessen visionäre Kraft wir heute nicht hier stünden“ sowie seinen über 1000 Mitarbeitern, die sich als Team „mit Hingabe“ihrer Aufgabe gewidmet hätten. Auch wenn er noch viel vorhabe, einen entscheidenden Unterschied gebe es, sagte Wachs mit Blick auf seine Frau Katharina: „Du stehst jetzt im Mittelpunkt, nicht mehr die Autostadt.“

Von Ulrich Franke

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