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Abschiebung vorerst aufgehoben

Wolfsburg Abschiebung vorerst aufgehoben

Die kranke Georgierin Karina Drboeva und ihre Familie bleiben vorerst in Wolfsburg. Die 45-Jährige sollte eigentlich trotz des kritischen Gesundheitszustands gemeinsam mit ihrem Mann (47) und den beiden Söhnen (16 und 19) heute nach Polen abgeschoben werden. Der Flüchtlingsrat und der Anwalt der Familie hatten dagegen protestiert (WAZ berichtete).

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Krankenhaus statt Abschiebung: Karina Drboeva darf vorerst mit ihrer Familie in Wolfsburg bleiben.

Quelle: Photowerk (amü)

Am Wochenende verschlimmerte sich der Gesundheitszustand der Frau und sie wurde erneut ins Klinikum eingeliefert. Schon nach der ersten Operation im Dezember hatte es Komplikationen gegeben: Flüssigkeit sammelte sich unter der Haut an der Wirbelsäule. Darauf folgten im Januar und März weitere Operationen, Anfang April kam eine Entzündung hinzu, jetzt stieg das Fieber.

Sowohl die Hausärztin als auch das Klinikum hatten bescheinigt, dass Karina Drboeva nicht reisefähig ist. Mit einer Untersuchung durch einen dritten Arzt wollte die Ausländerbehörde das heute nochmals prüfen lassen, dazu aber kam es wegen des erneuten Klinikaufenthalts nicht.

„Die Familie ist sehr erleichtert, dass vorerst alle hier bleiben dürfen“, sagte die Dolmetscherin. Vertreter der Ausländerbehörde waren heute Früh im Asylbewerberheim in Fallersleben und trafen dort nur den 16-jährigen Sohn und seinen Vater an. Der 19-Jährige war bei seiner Mutter im Klinikum. Der Flüchtlingsrat fürchtet, dass ihm das als Flucht ausgelegt werden könnte und plädiert: „Ein Auseinanderreißen der Familie sollte vermieden werden.“ Sprecher Kai Weber will deshalb auf das Innenministerium einwirken.

amü

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