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Abschiebung: Verband ist empört

Wolfsburg Abschiebung: Verband ist empört

Im Fall der Roma-Familie Haliti, die am Montag in den Kosovo abgeschoben werden soll, schaltete sich gestern die Beratungsstelle für Sinti und Roma des Landes Niedersachsen ein.

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Wollen nicht getrennt werden: Die Schwestern Schkorta (links) und Farije Haliti.

Quelle: Photowerk (amü)

Siegfried Franz, zweiter Vorsitzender des Verbands, ist bestürzt: „Warum hat man uns nicht schon vorher verständigt?“

Ismet Haliti, seine Frau Serbeza Rudi und sechs ihrer sieben Kinder, die alle noch zur Schule gehen, sollen am Montag in den Kosovo abgeschoben werden. Nur die 19-jährige Tochter Farije erhielt erneut eine vorläufige Duldung.

Von Albanien aus waren die Eltern vor 21 Jahren nach Wolfsburg geflüchtet, auch weitere Verwandte leben in der Region. Siegfried Franz ist empört, dass der Familienverband auseinander gerissen wird, und warnt: „Eine Roma-Familie wird im Kosovo nicht freundlicher empfangen werden als vor 21 Jahren - auch wenn der Krieg im ehemaligen Jugoslawien vorbei ist!“

Doch auch für den Verband aus Hannover war es gestern nicht möglich, in der Kürze der Zeit noch etwas zu ändern. „Rechtlich ist alles abgesichert. Wenn man uns vor einem Jahr schon eingeschaltet hätte, hätten wir vielleicht noch etwas ändern können, indem wir auf die Familie einwirken“, bedauerte Carmen Zoller aus dem Büro der Beratungsstelle.

  • Der Verband ist für ganz Niedersachsen zuständig. Das Büro ist erreichbar unter Tel.: 0511/79 60 61 oder per E-Mail (info@sinti-niedersachsen.de).
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