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Stadt Wolfsburg Abschiebung: Familie muss in den Kosovo
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Abschiebung: Familie muss in den Kosovo
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00:17 29.09.2013
Schwestern: Schkorta (14) und Farije Haliti (19)würden gerne in Wolfsburg bleiben. Quelle: Photowerk (amü)
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Nur die älteste Tochter Farije (19) dürfte in Wolfsburg bleiben.

Letzte Hoffnung: Ein Attest vom Arzt, das dem 42-jährigen Vater bescheinigt, nicht transportfähig zu sein. „Er hat Probleme mit dem Herzen“, erzählt die älteste Tochter Farije. Die 19-Jährige macht eine Ausbildung zur Frisörin. Sie sagt: „Ich kann mir nicht vorstellen, ohne meine Eltern und Geschwister allein in Wolfsburg zu bleiben.“ Ihre Schwestern (18, 16, 14 und 9 Jahre alt) und ihre beiden Brüder (7 und 1) würden auf jeden Fall mit den Eltern zurück in den Kosovo gehen.

Dem Vater Ismet Haliti wird vorgeworfen, sich nicht integriert zu haben. Arbeit hat er nicht. Farije meint: „18 Jahre lang bekam mein Vater keine Arbeitserlaubnis, danach Duldungsbescheide - wer stellt so jemanden ein?“ Die 14-jährige Tochter Schkorta fürchtet: „Das alles ist vielleicht auch meine Schuld“, sie geht „nicht immer regelmäßig“ zur Schule.

Einige versuchen zu helfen. „Vor allem wegen der Kinder“, so Ulrich Raschkowski (Flüchtlingshilfe). Diakon Holger Wille (St. Christophorus) telefonierte gestern aber ergebnislos mit Landesbehörden.

Die Stadt Wolfsburg erläutert: „Ein Härtefallersuchen wurde nicht angenommen. Eine Landtagseingabe wurde vom Innenministerium bereits 2011 abschlägig beschieden. Duldungsgründe liegen nicht vor. Damit ist die Ausreise unumgänglich.“

amü

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