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68-Jähriger stirbt: Der dritte Tote auf der Tangente

Ilkerbruch 68-Jähriger stirbt: Der dritte Tote auf der Tangente

Schreckliche Bilanz: Innerhalb von fünf Tagen sind auf der Tangente zwischen Wolfsburg und Gifhorn drei Menschen ums Leben gekommen, zwei wurden schwer verletzt. Das Opfer des letzten Verkehrsunfalls, der 68-jährige Fahrer eines Land Rover, ist jetzt seinen Verletzungen erlegen.

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Der Beginn der schlimmen Serie: Bei einem Unfall am Montag starben zwei Autofahrer.
 

Quelle: Gero Gerewitz

Wolfsburg.  Ein 68-jähriger Mann aus Gifhorn, der am Freitag bei einem Unfall auf der K 114 schwer verletzt worden war, ist am Wochenende im Klinikum seinen Verletzungen erlegen. Innerhalb von fünf Tagen hatten sich letzte Woche auf der Tangente nahe Ilkerbruch drei Unfälle mit katastrophalen Folgen ereignet – drei Menschen wurden getötet, zwei schwer verletzt. Ist die Straße besonders gefährlich, lässt sich die Sicherheit dort erhöhen? Nein, sagen Polizei und Verkehrsexperten: Was getan werden kann, wurde bereits umgesetzt.

Die Schreckensbilanz der letzten Woche: Am Montag stoßen ein Eos und ein CC zusammen. Die beiden Fahrer (19 und 32 Jahre alt) sterben, eine Frau (29) wird schwer verletzt; der 19-Jährige, der offenbar mit hoher Geschwindigkeit auf die Gegenfahrbahn geriet, hatte keinen Führerschein. Am Donnerstag stoßen ein Golf und ein Jetta an einer Kreuzung, an der die Ampel ausgefallen war zusammen; ein 26-Jähriger wird schwer verletzt. Und am Freitag will der Fahrer eines Land Rover einen wartenden Hyundai überholen und prallt frontal mit einem Tanklaster zusammen; der 68-Jährige stirbt im Klinikum.

Drei Unfälle mit katastrophalen Folgen zwar – „aber auch drei völlig unterschiedliche Unfallursachen“, sagt Polizeisprecher Sven-Marco Claus. Selbstverständlich würden die Verkehrsexperten der Polizei solche Unfälle sofort analysieren im Hinblick auf die Frage: Bestehen hier Sicherheitslücken, wären die Unfälle zu verhindern gewesen? Aus Polizeisicht lautet die Antwort in diesem Fall nein; „zumal die Kreisstraße 114 in der Statistik nicht zu den gefährlichen Unfallschwerpunkten zählt.“

Das war sie zwar vor Jahrzehnten, wie sich Klaus Seiffert als Chef der Verkehrswacht erinnert – eine monotone Straße mit langen Geraden, auf der gerne gerast und gefährlich überholt wurde. Dann aber wurde auf Wolfsburger Stadtgebiet bis Höhe Ilkerbruch durchgehend Tempo 70 und Überholverbot angeordnet, Seiffert: „Das war eine sehr massive Einschränkung, die zu Recht erfolgte. Man kann dort immer nur wieder an die Vernunft der Autofahrer, gerade im Schichtverkehr appellieren: Haltet euch an die Beschränkungen. Die haben einen guten Grund, wie man letzte Woche leider erleben musste.“

Von Ulrich Franke

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