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Stadt Wolfsburg 56 Prozent der Frauen nutzen Mammographie-Angebot
Wolfsburg Stadt Wolfsburg 56 Prozent der Frauen nutzen Mammographie-Angebot
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13:43 18.03.2018
Mammographie-Screening Celle: Das Team der radiologisch-nuklearmedizinischen Gemeinschaftspraxis, das sich in der Region um die Früherkennung von Brustkrebs kümmert. Derzeit steht das Mammobil in Meine (r.) Quelle: Roman Thomas
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Meine

56,4 Prozent der eingeladenen Frauen haben im Jahr 2016 das Angebot angenommen – zu wenig für Dr. Gabriele Kratz: „Unser Ziel sind 70 Prozent“, sagt die Programmverantwortliche Ärztin (PVÄ) der Mammographie-Screening-Einheit Celle, die mit ihrem Mammobil auch im Landkreis Gifhorn die Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchung anbietet. Zurzeit steht der silbergraue Hänger auf dem Marktplatz in Meine, die nächste Station ist Groß Schwülper.

Online-Variante kommt

Alle Frauen zwischen 50 und 70 Jahren bekommen jedes zweite Jahr von ihren Krankenkassen diese Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs bezahlt, die Screening-Einheit verschickt nach Information der Einwohnemeldeämter persönliche Einladungen. Wem der Termin nicht passt, der kann sich telefonisch oder per Mail in Celle melden, um einen anderen Zeitpunkt zu vereinbaren. „In der Startphase ist gerade eine Online-Variante, bei der man sich mittels eines Passwortes einloggen und einen Wunschtermin reservieren kann.“ Durch die Maschen rutschen geht kaum, auch wer eine Einladung verbummelt, wird erfasst, denn wenn jemand nicht zum vorgeschlagenen Termin erscheint, erhält die Frau zwei Wochen später eine Nach-Einladung mit einem neuen Termin.

Die PVÄ berichtet von einem „ausgeprägten Stadt-Land-Gefälle“ bei der Wahrnehmung der Vorsorgeuntersuchung. „In den Städten liegt die Quote der Teilnehmerinnen nur bei um die 30 Prozent.“ Erklärungen gibt es verschiedene: „In den Städten ist der Anteil der Privatversicherten höher, auf dem Land gibt es den so genannten Landfrauen-Druck“, sagt Dr. Gabriele Kratz: „Wenn die Nachbarin oder die Vereinskollegin geht, gehe ich auch.“

Andere Länder, andere Quoten

Ja, zum Schluss müsse jede Frau für sich selber entscheiden, ob sie das Angebot wahrnehme oder nicht, aber Dr. Gabriele Kratz stellt auch fest: „Das scheint ein bisschen ein deutsches Problem zu sein, alles erstmal ewig zu diskutieren.“ Vergleichszahlen aus Norwegen und den Niederlanden beispielsweise belegen, dass dort konstant mehr als 70 Prozent der Frauen zum Mammographie-Screening kommen.

Dass nun genau diese Altersgruppe alle zwei Jahre ein kostenloses Screening in Anspruch nehmen kann, erklärt Dr. Gabriele Kratz mit einem „Häufigkeitsgipfel der Brustkrebserkrankungen zwischen 50 und 70 Jahren“. Gebe es Verdachtsmomente – Tastbefunde oder Schmerzen –, „bekommt aber auch jede jüngere oder ältere Frau eine Überweisung zum Screening“, versichert die Ärztin.

Von Christina Rudert

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