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Stadt Wolfsburg 350 Gewerkschafter legten die Arbeit nieder
Wolfsburg Stadt Wolfsburg 350 Gewerkschafter legten die Arbeit nieder
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00:29 15.04.2018
Warnstreik im Öffentlichen Dienst: Am stärksten waren die städtischen Kitas und der Öffentliche Nahverkehr betroffen. Quelle: Gero Gerewitz/Andrea Müller-Kudelka
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Wolfsburg

Warnstreik: 350 Männer und Frauen aus dem öffentlichen Dienst in Wolfsburg fuhren laut Nico Limprecht (Verdi) am Donnerstag zur Kundgebung in Hannover. Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent Lohnerhöhung – aber mindestens 200 Euro für jeden. Die Kommunen legten noch kein Angebot vor.

Treffpunkt Betriebshof: Mitarbeiter der WVG starteten am Donnerstag zur Kundgebung. Quelle: Andrea Müller-Kudelka

„Das ist traurig“, sagte Gewerkschaftsmitglied Steffi Greim (WVG), „denn die Mitarbeiter haben es verdient!“ Erzieherinnen und Sozialarbeiter, Busfahrerinnen und Verwaltungsangestellte waren beim Warnstreik dabei. Folge: Busse und Bio-Mülltonnen blieben stehen, viele Kita-Kinder spielten zu Hause.

Makulatur: Die ausgehängten Busfahrpläne galten nicht, den Notfall-Plan gab’s im Internet. Quelle: Gero Gerewitz

Bei den Wolfsburger Verkehrsbetrieben (WVG) galt ein Notfall-Fahrplan. Die Kunden mussten länger warten als sonst, aber Stadtwerke-Sprecherin Petra Buerke hörte keine Beschwerden. Viele Schüler stiegen aufs Rad oder Eltern-Taxi um. Zu anstehenden Abi-Klausuren kamen offenbar alle pünktlich. Allerdings: Sichtbare Aushänge gab es nicht. „Wir haben die Presse und übers Internet informiert“, so Buerke. Anders sei es in der Kürze der Zeit nicht möglich.

Kita in Kästorf: Sie war trotz des Streiks regulär geöffnet, ebenso wie die in Mörse. Quelle: Andrea Müller-Kudelka

Von acht städtischen Kitas waren zwei regulär geöffnet, in vieren gab es eine Notfallbetreuung, nur die in Fallersleben blieb zu. Die meisten Eltern suchten Alternativen. „Wir haben eine Whats-App-Gruppe, informieren uns gegenseitig, das lief beim letzten Mal ganz gut“, erzählte Vater Patrick Rizza. Haarig wurde es für einige, die wegen ihres Berufs auf Früh- oder Spätdienst angewiesen sind – der fiel in Vorsfelde, City, Detmerode und Westhagen flach.

Forderung der Gewerkschaft: Sechs Prozent mehr Geld – aber mindestens 200 Euro auch für die unteren Lohngruppen. Quelle: Andrea Müller-Kudelka

Kritik von Verhandlungsführern der Kommunen sah Nico Limprecht, Sprecher von Verdi, als Ansporn. „Wir bauen Druck auf, das zeigt Wirkung.“ Am Wochenende wird weiter verhandelt. 200 Mitarbeiter aus dem Rathaus legten insgesamt am Donnerstag die Arbeit nieder. Betroffen waren auch die Geschäftsbereiche Grün, Straßenbau, Schule, Sport und Bäder sowie die Bibliothek. Die Wolfsburger Abfallwirtschaft (WAS) ging trotzdem auf Tour. Aber rund 400 Biomülltonnen im Bereich Heiligendorf-Barnstorf mussten bis Freitag stehen bleiben.

Von Andrea Müller-Kudelka

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